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Episodios
Longevity bei Hund und Katze: Was wir von Tieren über das Altern lernen können
EscuchadoCrispr/Cas: Erstmals Patient in Deutschland mit Genschere behandelt
EscuchadoRekord-El Niño: Welche Auswirkungen sind schon spürbar? Interview Daniela Matei
EscuchadoWissenschaftsmeldungen 02.10.2026
EscuchadoHitzewellen und Niedrigwasser: Copernicus-Bilanz zum Sommer 2026 in Europa
EscuchadoWissenschaftsmeldungen 01.10.2026
EscuchadoIn dieser Ausgabe der Wissenschaftsnachrichten präsentiert Michael Stang verschiedene aktuelle Forschungsergebnisse aus der Medizin, Biologie und Anthropologie. Die Berichterstattung umfasst Erkenntnisse über die Überlebensmechanismen von Krebszellen zur Entwicklung personalisierter Therapien sowie die Auswirkungen von Zucker auf das Darmmikrobiom während einer Antibiotika-Einnahme. Zudem werden biologische Phänomene wie optische Täuschungen bei Schmetterlingen und die hohe Schrittzahl bei Kleinkindern beleuchtet. Abschließend werden paläoanthropologische Funde in Südafrika diskutiert, die die Entstehung von Homo erectus und das gleichzeitige Bestehen verschiedener Menschenarten infrage stellen.
Altersforschung: Sprachauffälligkeiten zeigen biologisches Alter an
EscuchadoDiese Reportage befasst sich mit einer neuen Studie des Global Brain Health Institute am Trinity College Dublin, die untersucht, ob künstliche Intelligenz das biologische Alter einer Person anhand ihrer Stimme bestimmen kann. Durch die Analyse von Merkmalen wie Sprechtempo, Tonhöhe und Wortwahl berechneten Forschende eine sogenannte „Speech-Age-Gap“, also die Differenz zwischen dem geschätzten Sprechalter und dem tatsächlichen chronologischen Alter. Die Ergebnisse zeigen, dass eine größere Lücke zwischen Sprechalter und realem Alter mit kognitiven Einschränkungen wie Alzheimer oder frontotemporaler Demenz korreliert. Die Studie deutet darauf hin, dass die Stimme wertvolle Informationen über neurodegenerative Prozesse und die kognitive Gesundheit liefern kann, auch wenn Experten wie Björn Schuller von der TU München auf die Notwendigkeit von Längsschnittstudien zur Verbesserung der Prognosefähigkeit hinweisen.
Gletscherschmelzen: Messnetzwerk zeigt massiven Eisverlust
EscuchadoIn diesem Gespräch mit dem Glaziologen Dr. Matthias Huss von der ETH Zürich werden die alarmierenden Daten des Gletschermessnetzwerks GLAMOS für das Jahr 2026 analysiert. Der Bericht beleuchtet den massiven Verlust an Eismasse in den Schweizer Alpen, wobei allein am Concordiaplatz im vergangenen Sommer sechs Meter Eisdicke verloren gingen. Die Untersuchung zeigt auf, wie die Kombination aus trockenen Wintern und extremen Hitzewellen zu einem beispiellosen Rückgang der Gletscher führt. Neben der Dokumentation des aktuellen Eisverlusts von über 5 % des verbleibenden Volumens diskutiert die Episode die langfristigen Folgen für das Ökosystem und die Wasserwirtschaft Europas. Dr. Huss erläutert die Rolle der Gletscher als Wasserspeicher für große Flüsse wie den Rhein und warnt vor den Szenarien bis zum Jahr 2100, in denen selbst bei einer Stabilisierung der globalen Erwärmung ein Großteil des alpinen Eises verschwunden sein könnte.
Long-Covid und Co: Versorgung und Prävention bei Postinfektiösen Erkrankungen
EscuchadoDie Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat eine umfassende Stellungnahme zur Forschung und Versorgung postinfektiöser Erkrankungen wie Long-Covid und ME-CFS vorgelegt. Im Kontext der ausgerufenen nationalen Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen werden 30 Empfehlungen diskutiert, die von der Verbesserung wissenschaftlicher Datenbanken bis hin zur Identifizierung von Biomarkern reichen. Die Experten betonen die Notwendigkeit eines Paradigenschaftwechsels in der medizinischen Versorgung und fordern eine stärkere Umsetzung bestehender Leitlinien sowie den Einsatz präventiver Maßnahmen wie Impfungen gegen Influenza oder Gürtelrose.
Wissenschaftsmeldungen 30.09.2026
EscuchadoIn dieser Ausgabe von Forschung aktuell präsentiert Lucian Haas verschiedene wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Medizin, Biologie und Umweltforschung. Die Sendung behandelt die Entdeckung, dass transplantierte Herzen ihr biologisches Alter an den Empfänger anpassen können, sowie neue Erkenntnisse über die mehrfache evolutionäre Entwicklung der Flugfähigkeit bei Dinosauriern. Des Weiteren werden innovative Methoden zur Steigerung von Getreideerträgen durch künstliche Bodenstrukturen vorgestellt. Die Berichterstattung umfasst zudem eine Studie zum Zusammenhang zwischen Infektionen und Krebserkrankungen sowie die ökologische Bedeutung von zusammenhängenden Waldflächen für die globale Temperaturregulierung.
Schnellladesäulen: Wie sie das Stromnetz stabilisieren könnten
EscuchadoDer Bericht thematisiert die Herausforderungen für die Stabilität des Stromnetzes durch den zunehmenden Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie den Rückgang konventioneller Großkraftwerke. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Blindleistung, die als notwendiges Schmiermittel zur Spannungshaltung im Netz fungiert, aber durch das Verschwinden der Kraftwerke seltener verfügbar wird. Im Fokus steht ein Testverfahren in Hamburg, bei dem untersucht wurde, ob DC-Schnellladesäulen für Elektroautos genutzt werden können, um Blindleistung zu regulelieren. Die Untersuchung zeigt, dass moderne Ladesäulen dieses Potenzial besitzen, sofern die Software entsprechend gesteuert wird, was eine kostengünstige Alternative zu teuren Spulen in Umspannwerken darstellen könnte.
Mehr Meer: Gebietsfremde Arten könnten sich mit Meeresspiegelanstieg ausbreiten
EscuchadoDiese Episode befasst sich mit den ökologischen Folgen des steigenden Meeresspiegels und der Entstehung einer neuen biologischen Invasionsfront. Basierend auf einer Studie im Fachmagazin Nature, Ecology and Evolution wird untersucht, wie bereits eingeschleppte Meeresarten durch die Überflutung von Küstenland neue Lebensräume erschließen könnten. Die Diskussion beleuchtet das Potenzial für die Ausbreitung dieser Arten bis zum Jahr 2100 und analysiert die Rolle von Flussmündungen als Hotspots. Zudem wird die Diskrepanz zwischen theoretischen Modellen und der Realität durch menschliche Küstenschutzmaßnahmen wie Deiche thematisiert. Die Sendung geht auch auf die komplexen Wechselwirkungen zwischen invasiven und heimischen Arten ein, wobei das Beispiel der pazifischen Auster im Wattenmeer genutzt wird, um die ökologischen Auswirkungen zu bewerten.
Schönheits-Bias: Bunte Schmetterlinge werden besser erforscht
EscuchadoIn dieser Episode von Forschung aktuell geht es um eine Studie aus dem Fachmagazin Current Biology, die den Zusammenhang zwischen der ästhetischen Attraktivität von Schmetterlingen und deren wissenschaftlicher sowie öffentlicher Aufmerksamkeit untersucht. Anhand eines Schönheitsindex wird analysiert, wie Farben, Muster und Strukturen die Wahrnehmung beeinflussen. Das Gespräch mit der Biologin Elisabeth Kühn beleuchtet zudem eine potenzielle Verzerrung im Naturschutz: Während die Forschung und das europäische Naturschutzrecht dazu neigen, farbenfrohe Arten zu bevorzugen, basieren die sogenannten Roten Listen auf objektiven Daten. Die Episode diskutiert die Auswirkungen dieser Schieflage auf den Schutz von Arten und die Bedeutung von Schirmarten für ganze Lebensräume.
Energydrinks: Konsum bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland angestiegen
EscuchadoDer Beitrag thematisiert den steigenden Konsum von Energydrinks unter Jugendlichen in Deutschland. Eine aktuelle Studie des Präventionsradars zeigt, dass zwar die tägliche Nutzung stabil bleibt, aber das gelegentliche Probieren sowie der Konsum bei jüngeren Kindern deutlich zugenommen hat. Im Gespräch mit dem Medizinjournalisten Lukas Kohlenbach werden die gesundheitlichen Risiken durch hohen Koffein- und Zuckergehalt sowie mögliche regulatorische Maßnahmen wie Marketingbeschränkungen oder Altersgrenzen beim Verkauf diskutiert, wie sie bereits in anderen EU-Ländern existieren.
Wissenschaftsmeldungen 29.09.2026
EscuchadoIn dieser Ausgabe von Forschung aktuell präsentiert Lucian Haas verschiedene wissenschaftliche Durchbrüche und technologische Entwicklungen. Die Berichterstattung umfasst eine KI-gestützte Methode zur Stabilisierung von mRNA-Impfstoffen bei Raumtemperatur, die Entdeckung mechanischer Alarmsignale in Pflanzenwurzeln sowie den ersten erfolgreichen Betankungstest eines chinesischen Satelliten im Orbit. Zudem werden der 14. Testflug der SpaceX Starship Rakete und die Inbetriebnahme des weltweit höchsten Windrads in Brandenburg thematisiert.
Das Sonnentau-Rätsel: Wie erkennt die fleischfressende Pflanze ihre Beute?
EscuchadoIn dieser Episode von Forschung aktuell geht es um die faszinierenden Mechanismen der fleischfressenden Pflanze Sonnentau. Eine neue Studie eines chinesischen Forscherteams liefert entscheidende Hinweise darauf, wie die Pflanze zwischen Beute und harmlosen Reizen wie Regentropfen unterscheidet. Dabei spielt die Kombination aus mechanischen Informationen und chemischen Signalketten eine zentrale Rolle. Der Beitrag erläutert die Bedeutung von Stoffen wie Jasmonat und Glutathion bei der Auslösung der Krümmung von Tentakeln und Blättern. Zudem wird beleuchtet, wie diese Strategie der Ressourcenersparnis dient und welche Parallelen in der Reizweiterleitung zu komplexeren Organismen bestehen.
Kernenergie-Report: Wohin entwickelt sich die Nuklear-Industrie?
EscuchadoDer neue Weltatomindustrie-Report untersucht den aktuellen Stand der globalen Kernenergie und stellt die politische Rhetorik einer Renaissance gegenüber der realen Marktsituation gegenüber. Während politisch über neue Reaktoren und modulare Reaktoren (SMRs) diskutiert wird, zeigt die Datenlage eine Stagnation der weltweiten Stromproduktion aus Kernkraft, wobei der Anteil am Energiemix aufgrund des Wachstums von Wind und Solar sogar sank. Die Analyse beleuchtet zudem die unterschiedlichen Strategien der führenden Akteure: China dominiert den Neubau von Reaktoren, während Russland eine führende Rolle beim Export übernimmt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung kleiner modularer Reaktoren (SMRs) und deren Potenzial durch Serienfertigung sowie dem aktuellen Stand der technologischen Umsetzung in Kanada, Russland und China.
Resistenz-Entwicklung: Wenn Medikamente breiter wirken als beabsichtigt
EscuchadoDieser Bericht beleuchtet eine neue Erkenntnis zur Entwicklung von Antibiotikaresistenzen, die über die direkte Bekämpfung von Erregern hinausgehen. Ein internationales Forschungsteam hat nachgewiesen, dass das Medikament Mykopenolsäure (MPA), welches zur Unterdrückung des Immunsystems bei Organtransplantationspatienten eingesetzt wird, einen Selektionsdruck auf den Pilz Pneumocystis jirovecii ausülegt. Dies fördert Mutationen in einem wichtigen Enzym des Pilzes und könnte die Entstehung von Resistenzen begünstigen. Die Studie zeigt, dass evolutionäre Prozesse durch Medikamente ausgelöst werden können, die eigentlich nicht gegen Krankheitserreger gerichtet sind. Während die klinische Relevanz für aktuelle Behandlungsleitlinien noch Gegenstand der Diskussion ist, unterstreicht die Forschung die Notwendigkeit einer verstärkten Wachsamkeit gegenüber Resistenzentwicklungen durch breiter wirkende Medikamente.
Förderstopp: Cochrane-Stiftung steht vor dem Aus
EscuchadoIn dieser Episode geht es um die angekündigte Sparmaßnahme des Bundesgesundheitsministeriums, die den Entzug der Förderung für die Cochrane Stiftung vorsieht. Der Arzt und Wissenschaftsjournalist Lukas Kohlenbach erläutert die Bedeutung des Cochrane-Netzwerks für die evidenzbasierte Medizin sowie die Rolle der Stiftung bei der Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse, der Fortbildung von Fachpersonal und der Beratung politischer Entscheidungsträger. Es wird thematisiert, dass die Kürzung primär auf die angespannte Haushaltslage zurückzuführen ist, während Experten die Entscheidung als katastrophal für die Unabhängigkeit medizinischer Information bewerten.
Wissenschaftsmeldungen 25.09.2026
EscuchadoIn dieser Ausgabe von Deutschlandfunk Forschung aktuell werden verschiedene wissenschaftliche Durchbrüche und Studien vorgestellt. Die Berichterstattung umfasst Erkenntnisse aus der Verhaltensbiologie über die Lernstrategien junger Orang-Utans im indonesischen Regenwald sowie materialwissenschaftliche Fortschritte in China, wo Forschenden ein biegsames und leitfähiges Bohrmaterial entwickelt haben. Zudem werden medizinische Details zum Alzheimer-Risikogen ApoE4 beleuchtet und eine neue, extrem präzise Atomuhr auf Lutetium-Basis aus Singapur vorgestellt.
100% KI-generiert? Wenn Algorithmen über Publikationen entscheiden
EscuchadoDieser Bericht untersucht die wachsende Kontroverse um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz beim Verfassen wissenschaftlicher Publikationen. Am Beispiel des katalanischen Philosophen Jordi Valverdu wird ein Fall beleuchtet, in dem ein Wissenschaftsverlag ihm Betrug vorwirft, nachdem ein KI-Detektor seinen Text als zu 100 % KI-generiert eingestuft hat. Die Debatte dreht sich um die Grenze zwischen hilfreicher sprachlicher Unterstützung für Nicht-Muttersprachler und der Gefahr von inhaltlich schwachen, rein maschinell erstellten Manuskripten, die das wissenschaftliche System überlasten könnten.
Gedächtnis im Nanoschaum: Neues Material für bessere Schutzhelme
EscuchadoEin Forschungsteam der University of Wisconsin-Madison hat eine überraschende Eigenschaft bei Kohlenstoff-Nanoröhrchen entdeckt. Der sogenannte Nanoschaum besitzt ein mechanisches Gedächtnis, das es dem Material ermöglicht, auf Druck unabhängig von der Geschwindigkeit des Aufpralls immer gleich zu reagieren. Diese Entdeckung bietet neue Möglichkeiten für die Entwicklung programmierbarer Materialien. Die Anwendungsmöglichkeiten liegen insbesondere im Bereich des Aufprallschutzes, etwa bei Fahrradhelmen, um schwere Kopfverletzungen durch gezielte Stoßverteilung zu verhindern. Aktuell wird an der großtechnischen Herstellung und der Kommerzialisierung durch ein neues Start-up gearbeitet.
Linguistik: Wie Anfeuern beim Marathon funktioniert
EscuchadoEin Forschungsteam des Berliner Leibniz-Zentrums Allgemeine Sprachwissenschaft hat die akustischen Muster beim Anfeuern bei Sportveranstaltungen wie Marathons systematisch untersucht. Die Studie analysierte über 12.900 Aufnahmen, um herauszufinden, wie Rufe am Straßenrand gestaltet sind, damit sie die Läufer trotz des Lärms erreichen. Die Ergebnisse zeigen, dass Motivationsrufe vier spezifischen akustischen Mustern folgen, darunter Silbenwiederholungen und singende Muster. Im Vergleich zur normalen Sprache zeichnet sich das Anfeuern durch eine höhere Tonhöhe, größere Variationen in der Tonhöhe sowie eine lautere Stimme aus, während die Sprechgeschwindigkeit durch gedehnte Vokale und Pausen insgesamt langsamer ist.
Hummeln im Hitzestress: Verkrüppelte Flügel und Antennen
EscuchadoIn dieser Episode von Deutschlandfunk Forschung aktuell geht es um die Auswirkungen von Hitzestress auf den Metamorphoseprozess von Hummeln. Forscher der Universität Regensburg untersuchten im Labor, wie extreme Temperaturschwankungen die Entwicklung von der Larve bis zum adulten Tier beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass zyklische Hitzeperioden mit bis zu 38 Grad nicht nur die Schlupfrate um bis zu 30 Prozent senken, sondern auch das Sterberisiko für erwachsene Hummeln verdoppeln. Zudem wurden körperliche Deformationen an Flügeln und Antennen beobachtet, was die Überlebenschancen der Population in einem durch den Klimawandel belasteten Ökosystem gefährden könnte.
Wissenschaftsmeldungen 24.09.2026
EscuchadoIn dieser Ausgabe von Forschung aktuell präsentiert Magdalena Schmude verschiedene wissenschaftliche Durchbrüche aus den Bereichen Biologie, Robotik und Astronomie. Die Sendung behandelt die evolutionäre Herkunft der Fledermäuse in Europa sowie die Auswirkungen sozialer Interaktion auf den Blutzuckerspiegel beim Essen. Zudem werden technologische Fortschritte wie der energieeffiziente vierbeinige Roboter Raibo 2 und ökologische Innovationen wie ein biologischer Klebstoff aus Mistelbeeren vorgestellt. Abschließend liefert eine Isotopenanalyse des Asteroiden Bennu neue Erkenntnisse über die Entstehungsmuster in unserem Sonnensystem.
Verräterische Venenmuster: Handrücken könnten Straftäter künftig überführen
EscuchadoIn dieser Reportage geht es um ein neues Pilotprojekt der Rechtsmediziner des Universitätsklinikums Düsseldorf, das die Identifizierung von Personen anhand der Venenmuster auf dem Handrücken untersucht. Im Rahmen einer Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin wurde eine Rastermethode vorgestellt, die versucht, durch die Auswertung von Infrarot-Videografien einen individuellen Zahlencode für die Hände zu erstellen. Die Untersuchung an 230 Probanden zeigte jedoch, dass die aktuelle Rastermethode noch nicht die notwendige statistische Sicherheit für gerichtliche Beweise bietet, da es bei Vergleichen zwischen linken und rechten Händen zu identischen Codes kam. Die Forscher planen nun den Einsatz von künstlicher Intelligenz und die Einbeziehung weiterer anatomischer Merkmale wie Fingerknochelnfalten, um die Genauigkeit der forensischen Identifizierung zu erhöhen.
Verjüngungskur: Aktivierung des Immunsystem macht Impfungen bei Mäusen wirksamer
EscuchadoForscher der Harvard Medical School haben einen Weg gefunden, das Immunsystem in der Lunge gezielt zu verjüngen, um die Wirksamkeit von Impfstoffen bei älteren Organismen zu erhöhen. Durch den Einsatz eines speziellen Wirkstoff-Cocktails aus einer Substanz zur Interferonbildung und Mangansalzen, transportiert mittels Liposomen, konnte bei Labormäusen eine Immunantwort erreicht werden, die der von jungen Tieren entspricht. Der Ansatz ermöglichte nicht nur eine höhere Antikörperbildung, sondern auch die Aktivierung von T-Zellen, was einen breiteren Schutz gegen verschiedene Influenzastämme bietet. Obwohl die Methode in Versuchen mit 20 Monate alten Mäusen erfolgreich war und den Schutz vor Infektionen massiv steigerte, bleibt das Verfahren vorerst auf ein zeitlich begrenztes Fenster beschränkt, um chronische Entzündungen zu vermeiden. Die nächsten Forschungsschritte sehen Untersuchungen an Frettchen oder Affen vor, um die Sicherheit und Übertragbarkeit des Verfahrens auf den Menschen zu prüfen.
Schwimmende Windräder: Offshore-Windparks erschließen neue Meeresgebiete
EscuchadoDieser Bericht von der Messe Windforce in Hamburg befasst sich mit der technologischen Entwicklung schwimmender Offshore-Windparks. Da konventionelle Fundamente in zu tiefen Gewässern nicht mehr verankert werden können, bieten schwimmende Plattformen und Beton-Katamaran-Lösungen neue Möglichkeiten zur Erschließung entfernter Meeresgebiete. Die Technologie wird anhand von Pilotprojekten wie Hywind Tampen und Ansätzen der Firma Zitec Offshore Technologies erläutert. Neben den technischen Vorteilen werden auch die wirtschaftlichen Herausforderungen thematisiert. Während die Anlagen extremen Wetterbedingungen standhalten können, sind die Kosten aktuell noch etwa dreimal so hoch wie bei herkömmlichen Windparks. Die Branche konzentriert sich nun auf die Skalierbarkeit durch Modulbauweise und die Senkung der Betriebskosten bis 2060.
Aufrüstung im Orbit: Was über die US-Anti-Satellitenwaffen bekannt ist
EscuchadoDie Episode thematisiert die zunehmende Militarisierung des Weltraums und die offizielle Bestätigung der USA über die Stationierung von Antisatellitenwaffen im Orbit. Es wird erläutert, dass Satelliten als kritische Infrastruktur für Kommunikation, Aufklärung und Navigation eine zentrale Rolle in modernen Konflikten spielen und daher Ziel von Technologien wie Störsendern, Lasern oder Mikrowellenkanonen werden können. Der Bericht beleuchtet zudem die technologischen Fähigkeiten von Akteuren wie China und Russland sowie die Bemühungen europäischer Staaten und der Bundeswehr, eigene Abwehrfähigkeiten durch Projekte wie die Satellitenpaare Schwert und Schild aufzubauen.
Wissenschaftsmeldungen 23.09.2026
EscuchadoIn dieser Ausgabe von Forschung aktuell werden verschiedene wissenschaftliche Entwicklungen und aktuelle Nachrichten aus der Forschungswelt vorgestellt. Themen sind die neue Exort-Technologie des Agrarkonzerns Syngenta zur Ertragssteigerung bei Pflanzen ohne klassische Gentechnik sowie die anhaltenden Unklarheiten um den CISPA-Skandal bezüglich möglicher Datenabflüsse nach China. Zudem wird über die Standortproblematik eines geplanten 30-Meter-Teleskops berichtet, einen paläontologischen Fund von Plesiosaurier-Erbrochenem in der Nordsee sowie die Entdeckung einer extrem hitzeresistenten Amöbe in Kalifornien.
Neue Berechnungen - Ab wann erstes Leben auf der Erde möglich war
EscuchadoDiese Episode befasst sich mit einer neuen wissenschaftlichen Studie, die den Zeitraum der Bewohnbarkeit der frühen Erde präziser eingrenzt. Durch Computersimulationen von Asteroideneinschlägen und die Analyse von Zirkonkristallen als geochemischen Zeitkapseln konnten Forscher ermitteln, dass die Bedingungen für Leben etwa vor 4,4 bis 4,3 Milliarden Jahren günstig wurden. Der Beitrag erläutert die Rolle hydrothermaler Systeme als chemische Reaktoren für die Entstehung von Biomolekülen wie RNA. Während die Studie den theoretischen Startpunkt für die Bewohnbarkeit festlegt, bleibt die genaue chemische Zusammensetzung der damaligen Atmosphäre ein Gegenstand wissenschaftlicher Debatten.
Erkältungszeit: Atemwegsinfektionen können langanhaltende Folgen haben
EscuchadoIn dieser Episode diskutiert Jonas Frost vom Institut für medizinische Epidemiologie der Universität Halle-Wittenberg neue Erkenntnisse zu postinfektiösen Symptomen (PEIS). Basierend auf einer groß angelegten Studie mit fast 50.000 Teilnehmenden wird aufgezeigt, dass etwa 16 bis 18 Prozent der Personen nach Atemwegsinfektionen langanhaltende Beschwerden entwickeln können, die mindestens zwölf Wochen anhalten. Das Gespräch beleuchtet die Bandbreite der Symptome wie Fatigue, Geschmacksstörungen und chronischen Husten sowie die Herausforderungen bei der Erhebung verlässlicher Daten in der Post-Pandemie-Zeit. Die Forschung deutet darauf hin, dass Frauen und ältere Menschen stärker betroffen sein könnten und dass das Phänomen nicht auf SARS-CoV-2 beschränkt ist, sondern auch nach Influenza oder anderen Infektionen auftritt.
Extremwetterkongress: Massive Veränderungen in den Ozeanen
EscuchadoDer Bericht von Deutschlandfunk Forschung aktuell thematisiert den Extremwetterkongress in Hamburg und die alarmierenden Entwicklungen in der Ozeanforschung. Im Fokus stehen die historisch hohen Meerestemperaturen sowie das bevorstehende, massive El Niño-Ereignis, das globale Wettermuster und Lieferketten beeinflussen kann. Die Diskussion beleuchtet zudem die Abschwächung der Atlantikumwälzung (AMOC), die als „Heizung Europas“ bezeichnet wird, und warnt vor den ökologischen sowie ökonomischen Folgen der Klimaerwärmung.
Wissenschaftsmeldungen 22.09.2026
EscuchadoIn dieser Ausgabe von Deutschlandfunk Forschung aktuell werden verschiedene wissenschaftliche Durchbrüche vorgestellt. Themen sind die unterschiedliche embryonale Entwicklung des Hinterhirns im Vergleich zum Vorder- und Mittelhirn sowie ein bedeutender archäologischer Fund von Eisenbarren in Österreich, der auf eine hohe Produktionskapazität in der Eisenzeit hindeutet. Des Weiteren werden technologische Fortschritte wie eine biologisch abbaubare Batterie für medizinische Zwecke und die gesundheitlichen Risiken durch PFAS-Chemikalien besprochen. Abschließend wird ein interessantes Verhalten von Indri-Lemuren beleuchtet, die ihre Maulöffnung an die Tonhöhe ihrer Gesänge anpassen.
Älter als gedacht: Der Urahn aller Spinnen und Skorpione
EscuchadoEin bedeutender paläontologischer Fund aus der Wüste von Utah liefert neue Erkenntnisse über die Evolution der Cheliceraten. Ein rund 500 Millionen Jahre altes Fossil, das Megachelicerate cousteaui, zeigt bereits die charakteristischen Kieferklauen dieser Tiergruppe, zu denen auch heutige Spinnen und Skorpione gehören. Dieser Fund verschiebt den Zeitpunkt der Entstehung dieser Kernmerkmale um mindestens 2leg0 Millionen Jahre zurück in die Zeit der kambrischen Explosion. Die Untersuchung verdeutlicht, dass anatomische Innovationen zwar früh entstehen können, aber oft erst durch neue ökologische Möglichkeiten, wie die Besiedlung des Landes, zur biologischen Dominanz führen. Der Bericht beleuchtet die Anatomie des Fossils und die Rolle der bereits etablierten Trilobiten in den urzeitlichen Meeren.
Phagentherapie: Neue Leitlinie soll klinische Anwendung verbessern
EscuchadoDieser Beitrag von Deutschlandfunk Forschung aktuell befasst sich mit der Entwicklung neuer medizinischer Leitlinien für die Bakteriophagentherapie. Da zunehmende Antibiotikaresistenzen die Wirksamkeit herkömmlicher Medikamente einschränken, gewinnen Viren, die gezielt Bakterien angreifen, an Bedeutung. Die neue im Fachmagazin Nature veröffentlichte Richtlinie zielt darauf ab, die bisher unstrukturierten individuellen Heilversuche durch einen gemeinsamen internationalen Rahmen zu ersetzen und die Dokumentation von Behandlungsfällen zu verbessern.
Luftverkehr: Weniger Kondensstreifen durch sauberere Triebwerke und Treibstoffe
EscuchadoDiese Episode befasst sich mit der Klimawirkung des Luftverkehrs, wobei der Fokus auf der Entstehung von Kondensstreifen durch Partikelemissionen liegt. Anhand einer Messkampagne des DLR und Airbus wird untersucht, wie die Reduzierung von Rußpartikeln durch Magerverbrennung in Triebwerken sowie der Einsatz nachhaltiger Kraftstoffe wie Hefakerosin die Bildung klimaschädlicher Eiskristalle beeinflussen kann. Die Forschung zeigt vielversprechende Ansätze zur Senkung der Partikelanzahl auf, weist jedoch auch auf die Komplexität durch andere Aerosole hin.
Planetary Health Check: "Es ist wirklich apokalyptisch"
EscuchadoDer dritte Planetary Health Check des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung liefert eine alarmierende Bestandsaufnahme der globalen Ökosysteme. Der Bericht zeigt auf, dass bereits sieben von neun planetaren Grenzen überschritten sind und sich die Werte in vielen Bereichen verschlechtern. Besonders kritisch sind die Biosphärenintegrität, die biogeochemischen Kreisläufe, die Einbringung neuartiger Stoffe wie Pestizide oder Plastik sowie der Klimawandel, die sich bereits im roten bis violetten Gefahrenbereich befinden. Neben den massiven Risiken durch Artensterben und den Verlust der CO2-Speicherkapazität von Wäldern beleuchtet die Analyse auch positive Entwicklungen, wie die Stabilisierung der Ozonkonzentration durch das Montreal-Protokoll. Die Experten betonen, dass die ökologische Krise eine fundamentale Risikoanalyse für die menschliche Sicherheit darstellt, da Klimawandel und Biodiversitätsverlust zunehmend nationale Sicherheitsrisiken definieren.
Wissenschaftsmeldungen 18.09.2026
EscuchadoIn dieser Ausgabe der Wissenschaftsmeldungen mit Lukas Kohlenbach werden verschiedene aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt. Themen sind neue Erkenntnisse zur Bevölkerungszahl der Aboriginals in Australien vor der Kolonialisierung sowie die Wirksamkeit von HIV-Spritzen im Vergleich zu Tabletten bei Jugendlichen in Afrika südlich der Sahara. Zudem wird über sinkende Kinderimpfquoten in der EU, ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko durch eine seltene genetische Mutation und ein bemerkenswertes Trauerverhalten bei Buckelwalen berichtet.
Atomtests in Nordkorea: Seismische Folgen noch jahrelang messbar
EscuchadoDieser Bericht untersucht die langfristigen seismischen Auswirkungen unterirdischer Atomexplosionen im nordkoreanischen Berg Mantap. Eine neue Studie im Fachmagazin Science zeigt auf, dass die wiederholten Tests nicht nur unmittelbare Schäden verursachten, sondern auch alte geologische Störungszonen reaktiviert haben, was zu einer Zunahme von Erdbeben über Jahre hinweg führte. Die Forscher fanden heraus, dass das bereits durch starke Höhenunterschiede unter Spannung stehende Gestein durch die Explosionen destabilisiert wurde. Dies erschwert die Überwachung des Testgeländes, da die zunehmende seismische Aktivität natürliche Beben von potenziellen kleinen Atomexplosionen schwerer unterscheidbar macht.
Aussterben der Neandertaler: Welchen Einfluss hatten Klima und Homo sapiens?
EscuchadoIn diesem Beitrag des Deutschlandfunks geht es um neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Aussterben der Neandertaler. Eine Studie des EU-Forschungsprojekts SubSilence zeigt, dass nicht ein einzelner Grund, sondern das Zusammenspiel von extremen Klimaschwankungen während der letzten Eiszeit und der Konkurrenz durch den Homo sapiens für das Verschwinden der Neandertaler verantwortlich war. Die Forschungsergebnisse basieren auf umfangreichen Computersimulationen, die Klimadaten und archäologische Funde kombinieren. Während die klimatischen Veränderungen die Nahrungsgrundlage und Gruppengrößen der Neandertaler schwächten, beschleunigte die Ankunft des Homo sapiens den Prozess durch Konkurrenz um Ressourcen, was letztlich dazu führte, dass vor etwa 30.000 Jahren nur noch unsere eigene Menschenart übrig blieb.
Flughafen-Malaria: Das Risiko steigt mit dem Klimawandel
EscuchadoDer Bericht befasst sich mit den ungewöhnlichen Malaria-Fällen in Frankfurt am Main, wobei insbesondere Infektionen im Stadtteil Schwanheim und am Frankfurter Flughafen thematisiert werden. Im Gespräch mit dem Tropenmediziner Benno Kreuels wird die Theorie der sogenannten Flughafenmalaria untersucht, bei der infizierte Anopheles-Mücken durch Flugzeuge eingeschleppt werden könnten. Die Diskussion beleuchtet die Überlebensfähigkeit der Mücken unter sommerlichen Bedingungen in Deutschland, das Risiko einer lokalen Ausbreitung durch heimische Mückenarten sowie den Einfluss des Klimawandels auf die Zunahme solcher Fälle. Zudem werden die medizinischen Herausforderungen bei der Diagnose und die Bedeutung einer frühzeitigen Behandlung zur Senkung der Sterblichkeitsrate erläutert.
Wissenschaftsmeldungen 17.09.2026
EscuchadoDiese Ausgabe von Forschung aktuell präsentiert verschiedene wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Bereichen Klimatologie, Astronomie und Geologie. Die Berichterstattung umfasst die Auswirkungen des Klimawandels auf Bergstürze im Himalaya, die Identifizierung potenzieller Entwicklungsstadien schwarzer Löcher durch das James-Webb-Weltermteleskop sowie den globalen Rückgang der Wasserspeicher der Erde. Zudem werden aktuelle Entdeckungen in der Weltraumforschung thematisiert, darunter ein neuer, massiver Einschlagskrater auf dem Mond. Ein positiver Ausblick am Ende der Sendung befasst sich mit der Erholung der Ozonschicht über der Antarktis und der Arktis infolge internationaler Schutzmaßnahmen.
Umstrittene Forschung: Mäuse erhalten menschliche Hirnzellen
EscuchadoIn dieser Episode diskutiert Michael Lange über neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Fachmagazin Nature, die den Einsatz von Chimären in der Stammzellforschung behandeln. Forscher aus Kalifornien haben erfolgreich menschliche Hirnorganoide in das Gehirn von Mäusen implantiert, um die Vernetzung von Neuronen und mögliche Verhaltensänderungen zu untersuchen. Der Bericht beleuchtet die technologischen Fortschritte durch die Organoid-Forschung sowie die Herausforderungen bei der Integration menschlicher Zellen in tierische Gehirne. Neben den biologischen Details werden auch die ethischen Implikationen und der medizinische Nutzen dieser Forschung thematisiert. Während das Modell Potenzial für die Untersuchung von Entwicklungsstörungen und Epilepsie bietet, bleibt die Übertragung auf komplexere Krankheiten wie Schizophrenie umstritten. Die Diskussion umfasst zudem die Entdeckung spezifischer Zelltypen wie Spindelzellen und die Grenzen der Forschung bei größeren Säugetieren.
MODULARIS: Neues Forschungsschiff des DLR läuft vom Stapel
EscuchadoIn einer Werft in Flensburg wurde das neue Forschungsschiff Modularis im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu Wasser gelassen. Die 48 Meter lange Plattform dient als schwimmendes Labor zur Erprobung innovativer maritimer Technologien, darunter klimafreundliche Antriebe mit Wasserstoff oder Ammoniak sowie autonome Navigationssysteme. Durch ihren modularen Aufbau ermöglicht die Modularis das schnelle Testen von Komponenten wie Drohnen, Batteriesystemen und neuen Kraftstoffen direkt im operativen Betrieb auf See. Der Ausbau des Schiffes wird in Bremerhaven fortgesetzt, wobei die Fertigstellung für Herbst 2027 geplant ist. Die Plattform soll primär in der Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer eingesetzt werden, um sowohl wissenschaftliche Forschungsprojekte als auch industrielle Anwendungen der maritimen Wirtschaft zu unterstützen.
Dinosaurier: Tyrannosaurus Rex war Warmblüter
EscuchadoIn diesem Beitrag des Deutschlandfunks diskutiert die Wissenschaftsjournalistin Dagmar Röhlich neue Erkenntnisse über die Körpertemperatur des Tyrannosaurus Rex. Durch die Analyse von Isotopen im Zahnschmelz von fossilen Zähnen aus der Hell Creek Formation konnten Forscher eine durchschnittliche Körpertemperatur von etwa 36 Grad Celsius ermitteln. Die Untersuchung liefert wichtige Hinweise darauf, dass der T-Rex seine Temperatur deutlich über der Umgebungstemperatur hielt, was auf eine aktive Thermoregulation hindeutet. Obwohl die Ergebnisse Ähnlichkeiten mit Säugetieren wie Elefanten zeigen, bleibt die Frage offen, ob der T-Rex ein echter Warmblüter war oder ob die schiere Körpermasse zur Wärmespeicherung beitrug. Die Studie bietet jedoch ein wichtiges Indiz für die Mobilität und den Aktionsradius dieser einstigen Spitzenprädatoren in verschiedenen Klimazonen.
Wissenschaftsmeldungen 16.09.2026
EscuchadoIn dieser Nachrichtensendung präsentiert Lucian Haas aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Materialforschung und Klimawandel. Die Berichterstattung umfasst die Entdeckung von KI-Dialekten bei kollaborierenden Sprachmodellen sowie die Entwicklung von Biopykret, einem extrem stabilen neuen Wassereis. Zudem werden alarmierende Daten zur Erwärmung und Versalzung des Mittelmeers sowie der massive Eisverlust in Grönland und der Antarktis thematisiert. Abschließend gibt es positive Nachrichten aus der Weltraumforschung bezüglich der Lebensdauer des NASA-Weltraumteleskops Roman.
Frühe Menopause lässt Altersuhr schneller ticken
EscuchadoDiese Episode von Deutschlandfunk Forschung aktuell untersucht den Zusammenhang zwischen frühen Wechseljahren und beschleunigtem biologischem Altern. Anhand neuerer Methoden wie der epigenetischen Altersuhr wird beleuchtet, warum Frauen, die bereits mit 34 Jahren in die Menopause kommen, eine erhöhte Sterblichkeit aufweisen könnten. Die Diskussion umfasst die Rolle von Geschlechtshormonen wie Östrogen beim Schutz von Herz und Stoffwechsel sowie potenzielle medizinische Ansätze zur Verzögerung des Alterungsprozesses durch Ersatzhormone oder Wirkstoffe wie Rapamycin.
Neue Satelliten: Wärmespuren verraten Schattenflotte
EscuchadoDer Bericht stellt das Münchner Startup Constella vor, das hochpräzise Wärmebildsensoren auf Kleinsatelliten nutzt, um die Erde aus dem All zu überwachen. Die Technologie ermöglicht es, thermische Veränderungen mit extrem hoher Auflösung zu erfassen, was sowohl militärische als auch zivile Anwendungen umfasst. Neben der Verfolgung von Schiffen der Schattenflotte durch deren Wärmesignaturen bietet die Technologie wertvolle Dienste für die Klimaforschung, wie die Überwachung urbaner Wärmeinseln, sowie für die Landwirtschaft zur Früherkennung von Pflanzenstress. Das Unternehmen plant eine große Satellitenkonstellation, um die Erde rund um die Uhr nach thermischen Auffälligkeiten zu scannen.
US-Waffen im All: Sicherheitsexperte warnt vor neuem Rüstungswettlauf
EscuchadoIn dieser Episode thematisiert die Sendung die zunehmende Militarisierung des Weltraums, ausgelöst durch die erste offizielle Bestätigung der US-Regierung über die Stationierung von Waffen im Orbit. Der Sicherheitsexperte Ulrich Kühn von der Universität Hamburg analysiert die geopolitischen Hintergründe dieser Ankündigung und setzt sie in den Kontext bestehender Aufrüstungsbemühungen durch Russland und China. Die Diskussion beleuchtet zudem die technologischen Möglichkeiten von Antisatellitenwaffen, die rechtliche Unklarheit des Weltraumvertrags von 1967 sowie die Risiken für die globale Infrastruktur durch Weltraumschrott. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung hin zu einem neuen Wettrüsten und der Skepsis gegenüber künftigen internationalen Verbotsverträgen.