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ARD Sounds
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Juli 2019. Frankfurt am Main, Deutschland. Ein junger Mann steht auf seinem Balkon. Es ist ein belebter Freitagabend. Unter ihm tummeln sich die Menschen auf den Straßen. Er schaut sich ihre Gesichter genauer an. Viele wirken extrem glücklich. Der junge Mann fragt sich, warum er nicht selbst genauso glücklich sein kann. Damals geht es ihm tatsächlich gar nicht gut. Er weiß, dass er unbedingt etwas im Leben verändern muss. Aber was? Für einen solchen Freitagabend legt er sich viel zu früh ins Bett.
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Sein Kopf kreist noch lange um die Gedanken der Veränderung. Was er aber an dieser Stelle nicht weiß, schon bald wird er die Antwort finden, was er in seinem Leben tun muss. Und sein bester Freund sowie ein 40 Jahre altes Buch werden ihm die entscheidenden Tipps geben. Dieser junge Mann, liebe Wissensfreunde, ihr Ahntes, das bin ich.
01:08
Boah, Freundinnen und Freunde des Wissens, willkommen zu Folge 100. Was ein generell schon verrückter Meilenstein. Ich muss aber auch sagen, die letzte Woche war wirklich, wirklich komisch für mich. Ich konnte das gar nicht so richtig feiern, denn eine Folge über sich selbst zu schreiben, das hat sich erstmal falsch angefühlt. Ich will euch ja eigentlich Wissen beibringen, das jeder wissen sollte. Doch dann ist mir etwas aufgefallen, und zwar, dass es in meinem Leben so einige Dinge gibt, die passiert sind, die euch vielleicht weiterhelfen können.
01:40
Deswegen erzähle ich sie euch jetzt gerne, meine Lebensgeschichte. Und am Ende wird es sieben Dinge geben, die ihr vielleicht aus meinem Lebensweg lernen könnt, damit ihr nicht dieselben Fehler macht. Ihr hört Wissen mit Jonny.
01:59
Kapitel 1 Der Saftunfall Wir schreiben den 30. Juli 1993. Und nee, ich möchte es bitte nicht in den Kommentaren lesen. Ja, ich weiß, ich bin saualt. Mitten in Deutschland, in der Nähe von Frankfurt, kommt schreiend ein Kind zur Welt.
02:20
Moment, nee, das reicht nicht. Also ich glaube, ich habe mich nicht so angehört, sondern ziemlich viel schlimmer. Wartet, ich probiere mal ganz kurz was aus. Ich glaube eher so. Ja, das klingt nach mir. Dafür aber für meine Mutter eine sehr gute Sache, denn ich komme in Rekordtempo auf die Welt. Geburt in unter zwei Stunden. Normalerweise dauert so eine natürliche Geburt, also kein Kaiserschnitt, eine natürliche Geburt, So im Schnitt 12 bis 18 Stunden beim ersten Kind. Ich hatte es eilig.
02:52
Öfter im Leben übrigens, wie nämlich auch meine allererste aktive Erinnerung zeigt. Ich sehe es dunkel vor mir. Ich bin gerade zweieinhalb Jahre alt ungefähr, Mama und Papa kurz abgelenkt und irgendwie hatte ich richtig Bock auf stabilen Karottensaft. Also watschel ich in Richtung Vorratskammer, Tür auf, greife mir eine Glasflasche, die, naja, ungefähr so groß ist wie ich. Sie wird mir natürlich zu schwer, fällt runter und das Geheule ist natürlich sofort groß.
03:25
Ich musste danach sogar ins Krankenhaus genäht werden. Irgendwie, weiß ich nicht, irgendwie unangenehm im Nachhinein. Ich habe deshalb sogar so eine kleine Narbe auch heute noch am Fuß. Und was lernen wir draus?
03:38
Richtig, Vitamine sind gefährlich. Und ich soll in den Jahren darauf meine Eltern noch weiter beschäftigen. Vor allem meine Mutter. Denn als ich drei bin, trennen sich die beiden. Mama früh alleinerziehend, unter der Woche bin ich bei ihr, an den meisten Wochenenden bei Papa. Häufig höre ich damals, vor allem so in der Grundschule, von anderen Kindern, dass ihnen meine Situation leidtut. Aber ich sehe es damals gar nicht so. Meine Kindheit ist vor allem dank meiner Mama eine wirklich ganz, ganz tolle.
04:08
Sie lässt mir früh viel freier Raum, einiges auch mal durchgehen, aber greift dann auch durch, wenn ich es mal übertreibe. Wir haben damals nicht so viel Geld, aber sie schafft es irgendwie, mich das nie spüren zu lassen. Wirklich meine Kindheit, wenn ich daran zurückdenke, die war eine richtig, richtig schöne und dazu passend auch Frage Nummer eins von euch. Sie kommt von Hannes.
04:30
Welche Hobbys hast du früher als Kind?
04:33
Und ja, ich werde auf einem Dorf groß. Das bedeutet, meine Hobbys sind gleich stundenlang auf der Straße mit meinen Freunden. Fußball spielen, bis die Laternen ausgehen, dann geht's nach Hause. Zum Abendessen, Fahrradrennen zum See und generell einfach sehr viel Zeit in der Natur verbringen. Ich sag's nochmal, ich hatte eine wirklich, wirklich tolle Kindheit. Auch dank meines Vaters. Er ist schon früh eine Art Vorbild für mich, vor allem wenn es um die Themen Disziplin und Durchsetzungsvermögen geht. Mit 15 fängt er schon an zu arbeiten, baut sich dann nach und nach ein eigenes Unternehmen auf, ist Schreinermeister, dann zwischendurch auch mal Koch in eigenen Restaurants, also schon extrem inspirierend für mich.
05:14
Und er lernt dann eine neue Frau kennen und gemeinsam mit ihr bekommt er meine Schwester Zoe. Ja, so hat sie sich angehört, direkt von Anfang an irgendwie lieb und süß, nicht wie ihr Dämonenbruder. Zu Zoe kamen übrigens unfassbar viele Fragen von euch, zum Beispiel die hier von Livia.
05:33
Wie alt warst du, als du Zoe kennengelernt hast?
05:36
Ja, irgendwie süß formuliert. Ich bin natürlich direkt im Krankenhaus am Start, als sie geboren wird. Also lerne ich sie kennen, als sie ein Tag alt ist und ich bin damals acht. Ganz schön großer Altersunterschied. Klar, da kommen natürlich von euch auch einige Fragen immer wieder zu. Zum Beispiel wollten Marco und Emma wissen.
05:57
Verstehst du dich mit Zoe gut oder seid ihr eher die Streithähne? Und wie war das Ganze früher?
06:02
Ey, und ich bringe euch jetzt an der Stelle ein heiliges Wort bei. Das ist für mich, meine Freunde, teils sogar für meine Familie, wirklich heilig. Ich habe es im Nacken tätowiert. Und zwar Sammam. Das haben ich und ein anderer Kumpel irgendwann mal erfunden, um zu sagen, dass man die Wahrheit spricht. Also, dass man wirklich nicht lügt, weil in unserem Freundeskreis wurde damals viel gelogen. Deswegen kann ich euch sagen, Sammam. Zoe und ich haben uns tätowiert. Noch nie wirklich gestritten. Wirklich noch nie.
06:33
Obwohl es den ein oder anderen Grund gegeben hätte. Zum Beispiel komme ich einmal, als ich so 12, 13 Jahre alt bin, an einem Wochenende zu unserem Vater. Ich habe damals da auch ein eigenes Zimmer. Doch als ich da drin stehe, sieht es ganz anders aus, als ich es in Erinnerung habe.
06:50
Ja, warum wohl? Ich glaube, das sollten wir Zoe am besten mal selbst fragen.
06:55
Ja Leute, ihr müsst wissen, damals war Johnnies Zimmer direkt gegenüber von meinem Zimmer und irgendwann war ich kurz alleine zu Hause und mir war auch irgendwie mal ein bisschen langweilig.
07:05
Also habe ich überlegt, was kann ich denn jetzt machen?
07:08
Also bin ich natürlich kurzerhand in das Zimmer meines Bruders spaziert und habe mich da mal umgeschaut. Aber so richtig spannend war es da auch nicht. Bis ich auf einmal Textmarker gefunden habe. Und der ein oder andere kann es sich vielleicht denken oder auch nicht. Ich habe sein gesamtes Zimmer daraufhin in verschiedenen Textmarkerfarben angemalt.
07:31
Ja, und jetzt fragt ihr euch vielleicht, warum? Also, Zoe, warum?
07:37
Ja, so richtig weiß ich auch nicht, warum ich das gemacht habe. Ich dachte, keine Ahnung, vielleicht werde ich die nächste weibliche Da Vinci. Und vielleicht war mir auch einfach nur sehr langweilig und du hattest einfach coole Textmarker.
07:49
Kein Problem, Picasso. Ich finde, das hat damals sogar irgendwie was. Also böse war ich nicht. Wahrscheinlich, weil Zoe damals schon für mich die beste kleine Schwester ist, die man sich nur vorstellen kann. Und dieses extrem gute Verhältnis, was wir als Geschwister haben, hat sich dann über die Jahre noch viel, viel weiter intensiviert. Dazu aber gleich noch ein bisschen mehr. Als ich zwölf bin, lernt dann auch meine Mama einen neuen Mann kennen, Diddy. Bis heute eine ganz wichtige Figur in meinem Leben. Und so komme ich dann dank all dieser tollen Menschen um mich in die Jugend.
08:22
Also komme ich gut in die Jugend. Und damit geht damals natürlich dann auch die Schulzeit so richtig los, ob ich will oder nicht.
08:33
Hey Johnny, mich würde mal interessieren, wie warst du eigentlich so in der Schule?
08:40
Das war gerade Safa, die ihr gehört habt. Und die Frage finde ich extrem spannend und gar nicht so einfach zu beantworten. Wie war ich in der Schule? Ich würde sagen, mal so, mal so. Generell hat meine Mutter so ab der siebten, achten Klasse aufgehört, zu den Elternabenden zu gehen, weil sie immer wieder das Gleiche gehört hat. Alle Lehrer sagten, das ist wirklich ein intelligenter Junge, der könnte so viel besser in der Schule sein, wenn er nicht so viel Quatsch machen würde. Ja, ich gebe es zu, ich bin damals wirklich der absolute Klassenclown.
09:11
Meist haut es trotzdem einigermaßen gut auch hin. Irgendwie immer eine 2 oder 3 habe ich bekommen. Also für die Schweizer bei euch sowas wie eine 4. Doch dann passiert es. Siebte Klasse. Und passend dazu kam eine Frage von Lina.
09:26
Sie wollte wissen, wie du mit deiner allerersten schlechten Not umgegangen bist.
09:30
Ey, und ich kann hier, bevor ich das erzähle, nur sagen, bitte nicht nachmachen. Ich weiß noch ganz genau, wie geschockt ich war. Mathe, ich habe mit so einer 3, wenn es richtig gut gelaufen ist, vielleicht sogar mit einer 2 gerechnet. Dann verteilt her zu Pelli, unser Mathelehrer, die arbeiten und ich gucke drauf, was steht da. Bam, eine 5. Wie soll ich das meinen Eltern erklären? Meine Lösung für das Problem ist damals unfassbar dumm. Ich nehme mir ein Stück Papier und überklebe die Note in der Arbeit.
10:02
Also so ein kleines Stück ausgeschnitten, einfach über die 5 drüber. Und dann male ich mit einem roten Stift eine 3- da drauf. So als würde meiner Mutter nicht auffallen, dass plötzlich über der Note noch ein Stück Papier ist. Die Idee war natürlich, dass sie einfach dann die Arbeit unterschreibt, also irgendwo daneben, ich das Papier wegmache und der Lehrer denkt sich, ja klar, die Mutter hat's gesehen, ne 5, nicht gut. Schreibt mal übrigens bitte in die Kommentare, ob das immer noch so ist, also dass die Eltern die Noten unterschreiben müssen. Meiner Mutter fällt natürlich auf, was ich da gemacht habe.
10:33
Und von dem Zeitpunkt an gab es dann erstmal so ein bisschen Fernsehverbot und Stubenarrest. Und natürlich hat mein Lehrer auch überhaupt keine gute Zeit, weil der hat die Klebespuren durch das ganze Heft durchgesehen. Also das war alles eine absolute Katastrophe. Er hatte mich danach auch sehr auf dem Kieker. Also ich musste mich in Mathe richtig anstrengen. Und das Schlimmste war, meine Mama war eigentlich gar nicht sauer wegen der Note, sondern viel, viel mehr, weil ich nicht ehrlich war. War auf jeden Fall ein großes, großes Learning für mich. Danach läuft es mal besser, mal schlechter und ich fange so ab der achten, neunten Klasse herauszufinden, was mir liegt und was nicht.
11:07
Vor allem kreative Fächer, die fallen mir leicht. Naturwissenschaften eher weniger. Und dann kommt auch noch die Pubertät ins Spiel. Schule wird zum Nebenschauplatz, viel wichtiger werden Feiern, natürlich Zeit mit den Freunden, Sport und meine allererste feste Freundin. Das waren so die Themen. Meine Noten leiden damals schon gut darunter, weiß auch eine ganz spezielle Person und zwar meine damalige Englischlehrerin. Kein Witz, 13 Jahre lang hatten wir keinen Kontakt und jetzt hat sie einfach zufällig bzw. durch neue Schülerinnen aus ihrer Klasse meinen Podcast entdeckt und dachte sich, warte mal ganz kurz, den kenne ich doch, den hatte ich doch auch mal als Schüler und jetzt hat sie uns einfach eine Frage geschickt.
11:54
Wir hören mal rein.
11:55
Hi Johnny, hier ist deine ehemalige Englischlehrerin aus Marburg, Inge Rhein-Sparnberg. Weißt du noch, wann unsere Englischstunden eigentlich begonnen hätten? Weil ich glaube, da warst du nie.
12:06
Elfte Klasse, Englischleistungskurs, 8 Uhr, alle sind da, außer Jonathan. Ich war, ungelogen, 9 von 10 Stunden zu spät. Wahrscheinlich auch, weil ich mich um meine Haare kümmern musste, denn, oh Gott, das ist wirklich schrecklich, wenn ich Bilder sehe, meine Frisur von damals, da ist wirklich eine komplette Dose Haarspray drin, das ist fürchterlich. Schaut gerne mal in den WhatsApp-Kanal, da ist ein Foto drin. Und dann hat mich Frau Rhein-Sparnberg, die ihr gerade gehört habt, mal wegen des Zuspätkommens nach einer Stunde zu sich gebeten.
12:37
Und ich werde nie vergessen, mit wie viel Sinn, wie viel Feingefühl sie damals zu mir spricht und mir erklärt, dass es ab jetzt drauf ankommt. Alles, was jetzt passiert, ist relevant fürs Abitur. Das steht direkt vor der Tür und Kleinigkeiten können den Lebensweg extrem verändern. Und ich bin ihr so, so dankbar. Also... dir, ihnen, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Frau Rhein-Sparnberg, danke. Und noch einer zweiten Lehrerin, falls sie auch mal hier irgendwann zuhören sollte. Frau Wahler, hatte ich in Deutsch.
13:08
Das waren meine beiden absoluten Favorites, die mir echt gezeigt haben, dass Schule auch Spaß machen kann und dass es auch einen Sinn hat, sich da ein bisschen anzustrengen. Und ja, dann kommen wir natürlich auch in dem Sinne zu einer Frage, die wahrscheinlich einige von euch gestellt haben. Unter anderem auch Emil hier.
13:25
Was waren deine Zeugnisnoten?
13:28
Ja, wie gesagt, in der 9. Klasse war der Schnitt eher so 3 bis 4. In der Oberstufe wurde ich dann aber immer besser. Also stand das Abitur vor der Tür. An der Stelle noch eine Sprachnachricht von Luisa, weil das passt hier auch gut rein.
13:41
Ich wollte dich fragen, was denn dein Abischnitt war, falls du Abi gemacht hast.
13:44
Ja, denn mein Abi ist dann schlussendlich mit einem Schnitt von 2,1 dann doch noch ganz gut geworden. So war die Schulzeit dann aber für mich zu Ende und plötzlich stand eine gigantische Frage vor der Tür. Was passiert jetzt? Kapitel 3 Sonne, Strand und BWL?
14:06
Zeitsprung, drei Monate nach meinem Abi. September 2013, 9.30 Uhr morgens, 28 Grad, man hört das Meer. Wir sind auf Fuerteventura, die zweitgrößte Insel der spanischen Kanaren. Wir haben gerade Teamtreffen. Chef Per erklärt, was wir zu tun haben. Ich bin heute für Volleyball, Kochen und abends zum Tanzen in der Show eingeteilt.
14:31
Es ist eine Zeit, die ich wirklich niemals vergessen werde. Ein Jahr lang arbeite ich als Animateur in einem Clubhotel und wirklich Leute, ich liebe es. Jeden Tag neue Menschen kennenlernen, unfassbar viel Sport, gutes Essen, unfassbar viel Party. Ich lerne zu tanzen, zu moderieren, werde immer wieder ins kalte Wasser geworfen, also nicht buchstäblich, doch tatsächlich auch buchstäblich, aber vor allem lerne ich mit ganz vielen Situationen umzugehen, auf die man sich nicht vorbereiten kann. Und dann ist das Jahr zu Ende.
15:01
Es geht für mich wieder zurück nach Deutschland. Und auf die vielleicht beste Entscheidung meines Lebens, also nach dem Abi erstmal ein Jahr lang Animateur zu sein, kommt eine, die mich noch lange, lange negativ verfolgen wird.
15:16
Mai 2014. Ich muss überlegen, was als nächstes kommt. Ich habe nicht so viel Zeit, denn von meiner Rückkehr aus Fuerteventura bis zum Uni-Start im Oktober sind es nur wenige Wochen. Ich kenne mich schlecht aus und irgendwie entscheide ich mich in der Kürze der Zeit einfach für etwas, das damals, naja, sehr sehr viele Leute auch in meinem Freundeskreis tun, wenn man halt irgendwie keine Ahnung hat, was man vom Leben will. Ich beginne ein BWL-Studium. BWL gleich Betriebswirtschaftslehre.
15:46
Das bedeutet, man lernt alles, was in einem klassischen Unternehmen wichtig ist. Finanzen, Marketing, Vertrieb, Logistik, Unternehmensführung und ja, eigentlich... Startet mein Kapitel in Wiesbaden übrigens ziemlich gut. Ich lerne schon in der ersten Woche ganz großartige Menschen kennen. Viele davon sind heute noch meine engsten Freunde. Doch von Semester zu Semester fällt es mir schwerer, mich mit dem anzufreunden, was ich da lerne. Semester nennt man übrigens die Halbjahre in der Uni.
16:17
Also wir wollen ja hier noch ein bisschen Wissens-Podcast auch bleiben. Das kommt vom Lateinischen, bedeutet sechs Monate. Also sechs Semestres, das sind sechs Monate. Immer wieder fällt mir damals auf, dass das, was ich da lerne in diesem BWL-Studium, mir überhaupt keinen Spaß macht. Ich habe keinen Bezug dazu.
16:37
Wir erinnern uns an meine Schulzeit. Kreativität liegt mir sehr, analytisches Denken und Zahlen weniger. Doch BWL ist nun mal vor allem Letzteres. Ich denke mir damals aber irgendwie nicht so viel dabei, weil die Schulzeit, die hat mir ja auch nicht immer Spaß gemacht. Also ziehe ich durch, mache einen Bachelor of Business Administration. Klingt unfassbar cool. Six, seven, sorry, das tut mir richtig leid. Aber wie gesagt, dieser Abschluss, der soll danach... mir zum Verhängnis werden?
17:09
Dazu passend auch eine Frage von Nils.
17:11
Bevor du das ganze Social-Media-Ding und Podcasting gemacht hast, hattest du davor schon mal einen anderen Beruf. Also was hast du vor dem Ganzen hier gemacht?
17:20
Ja, lieber Nils, leider nicht nur einen. Ich hangel mich nach dem Studium von einem BWL-Job zum nächsten. Ich wohne in Wiesbaden, in München, in Frankfurt, wechsle immer wieder die Stadt, auch immer wieder die Tätigkeit, Marketing, Vertrieb, Planung, Logistik und mit jeder dieser Stellen und jedem Wechsel wächst meine Unzufriedenheit. In mir entsteht ein Loch, eine Leere. Ich realisiere nämlich, dass ich einfach das falsche Studium gewählt habe, ohne Sinn, ohne darüber nachzudenken, was für Stärken ich habe, was für Schwächen und was das für die Berufsauswahl bedeuten könnte.
17:56
In einer Zeit ist es so schlimm, dass ich wirklich jeden Sonntag Bauch- und Kopfschmerzen habe, wenn ich nur daran denke, morgen wieder arbeiten zu müssen. Dazu verteilen sich alle meine Freunde quer in die Welt. Ich fühle mich allein, unglücklich, irgendwie perspektivlos. Und wer unsere Folge zum Thema Depressionen gehört hat, der weiß, dass auch ich dann in eine besonders Tiefe verfalle. Panikattacken, ziemlich schlimme Gedanken, Aufenthalte in Kliniken, der völlige Verlust des Funkens, des Lebenswillens in mir.
18:30
Ich fühle mich wie gesagt leer.
18:32
Fehl am Platz, so als würde ich mein Leben verschwenden. Es wird dann so schlimm, dass auch meine damalige Beziehung daran zerbricht. Letzte Chance, Therapie.
18:43
Meine Mutter, die ebenfalls eine ähnliche Erfahrung gemacht hat, unterstützt mich in der Zeit erneut wirklich sehr, empfiehlt mir Bücher, die ihr geholfen haben. Ich komme erst in eine Tagesklinik, dann habe ich die Monate danach immer wieder verschiedene Therapieansätze. Insgesamt bei drei Therapeutinnen bin ich zu Gast, lese viele Bücher. Alles dreht sich so ein bisschen um die menschliche Psyche und um die Sinnsuche.
19:07
Langsam beginne ich damals zu verstehen, was in mir passiert und ich weiß, dass ich mein Leben dringend verändern muss. Ich begebe mich auf die Suche nach einem neuen Job, der mich glücklicher machen könnte. Ich durchstöbere dazu Plattformen, suche gezielt nach kreativeren Tätigkeiten und dann durch einen meiner drei besten Freunde bekomme ich den entscheidenden Erfolg. Hinweis. Jan, dem ich dafür immer noch, also es ist eine Dankbarkeit, die ich in mir fühle, die ich niemals zurückzahlen kann.
19:37
Er sagt damals, hey, willst du dich nicht mal beim Radio umgucken? Da wird genau das gesucht, was du gut kannst. Kreativität, Humor, eine einigermaßen angenehme Stimme und auch Lust zu haben, viel zu sprechen.
19:53
Ich versuche mein Glück. In unterschiedlichsten Städten bekomme erst viele, viele Absagen, doch dann tatsächlich folgendes Angebot. Eine zweijährige Ausbildung zum Moderator und Redakteur. Allerdings zwei negative Punkte.
20:08
Erstens in Berlin und zweitens ziemlich schlecht bezahlt. Ich grübel in dieser Zeit lange. Soll ich das wirklich machen, dieses Risiko eingehen? Ich habe ein abgeschlossenes Bachelorstudium und in dem Job, in dem ich damals genau zu dieser Zeit arbeite, verdiene ich das Fünffache von dem, was mir beim Radio angeboten wird. An der Stelle kommt wieder eine passende Frage von euch und zwar von Samuel.
20:34
Was war der beste Ratschlag, den du in deinem Leben jemals bekommen hast?
20:39
Ja, und da fallen mir zwei Sachen ein. Erstens natürlich das, was Jan gesagt hat. Willst du es nicht beim Radio versuchen? Und dann als zweites, und das war an der Stelle ein extrem entscheidender Punkt, das besagte 40 Jahre alte Buch, was ich ganz am Anfang erwähnt habe. Mehr oder weniger zufällig fällt es mir in die Hände, als ich gerade so am Zweifeln bin, was den Beruf angeht. Vielleicht kennt ihr es. Es ist der Alchemist, geschrieben vom brasilianischen Schriftsteller Paolo Coelho. Sein bekanntestes Werk ist es in überall.
21:10
Sprachen übersetzt. Es geht um einen Jungen, der auf der Suche ist nach seinem persönlichen Glück. Und ein Absatz, der trifft mich damals komplett, also direkt ins Mark. Ich lese ihn euch aus dem Englischen übersetzt einmal vor. Hier stehe ich nun und ich muss mich entscheiden, dachte der Junge, zwischen einer Sache, an die ich mich gewöhnt habe und etwas, das ich wirklich will.
21:39
Es geht dabei auch tatsächlich um den Beruf des Jungen. Er ist Schafhirte, will aber unbedingt seine Herde verkaufen, um ein Abenteuer zu begehen, weil er immer wieder von seinem Schatz träumt, von seinem persönlichen Glück. Es ist im Prinzip metaphorisch betrachtet genau meine Situation. Meine Schafsherde ist der sichere, gut bezahlte Job. Mein Glück ist es, den Komplett und meinen gesamten beruflichen Weg, mein Studium über Bord zu werfen und was völlig Neues zu probieren.
22:09
Im Buch lässt der Junge, wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt, alles hinter sich. Und das ist für mich so ein bisschen das letzte Zwinkern des Universums damals. Ich muss mich auf den Weg nach Berlin machen. Und an der Stelle muss ich nochmal meine großartigen Eltern lobend hervorheben, denn sie unterstützen mich damals bedingungslos. Erst habe ich Angst, von meinen Plänen zu berichten. Wie gesagt, ich war ja erst in einem ganz sicheren beruflichen Umfeld, also rein monetär, also finanziell betrachtet. Doch Mama und Papa erklären mir unabhängig voneinander, dass sie immer hinter mir stehen werden.
22:44
Hauptsache, ich bin glücklich. Und das ist etwas, das bewegt mich auch heute noch.
22:51
Ich tätowiere mir damals sogar das Zitat aus dem Alchemisten auf meine Brust, damit ich es nie vergesse und mache mich auf den Weg in Richtung Hauptstadt. Kapitel 4 Berlin Zunächst muss ich sagen, dass das Kapitel Berlin ziemlich unglücklich beginnt. Denn eigentlich soll ich jetzt gerade meinen allerersten Tag beim Radio haben, aber ich sitze zu Hause. Mein Arbeitsvertrag wurde annulliert. Also er ist ungültig.
23:21
Nicht, weil ich irgendwie... Mist gebaut habe oder irgendwie drei Monate Hausverbot bei einem Fastfood-Restaurant mit einem Goldenen M, das alle kennen. Das hatte ich natürlich noch nie. Habe ich noch nie Hausverbot da gehabt. Noch nie Hausverbot. Okay, ich hatte schon Hausverbot da, aber das ist eine andere Geschichte. Nein, ich sitze zu Hause, weil der allererste Corona-Lockdown genau an dem Tag startet, wo ich meinen ersten Tag beim Radio haben soll. Ich bin also eingesperrt in einer völlig neuen, mir fremden Stadt. Aber zum Glück mit meinen damals zwei besten Freunden in einer WG.
23:53
Also hätte schlimmer sein können. Und dann verbessern sich die Nachrichten. Denn schon nach drei Monaten kriege ich dann doch den Arbeitsvertrag nach Hause geschickt. Juni 2020 ist er dann endlich da. Ich weiß noch, wie aufgeregt ich am Morgen bin. Mein allererster Tag beim Radio.
24:10
Ich habe ohne Witz einfach am Vortag schon so mein Outfit zurechtgelegt. Morgens dann schnell Zähne putzen und Abfahrt in den Sender. Ganz, ganz aufregend das alles und total ungewohnt, denn ich habe zwar zwei, drei Jahre Berufserfahrung, aber immer in klassischen Büros und auch dann immer wieder in Positionen, wo Leute schon so ein bisschen Respekt vor mir hatten. Auf einmal bin ich wieder sowas wie ein Azubi mit 27. Das ist mir damals auch wirklich unangenehm, aber es wird schnell Zur Stärke.
24:42
Die ganze Erfahrung, die ich sammeln konnte, die hilft mir, mich schnell gut einzugewöhnen. Und meine Stärken, die Kreativität, das Moderieren, vielleicht auch so ein bisschen meine Stimme, die fallen dann zum Glück auch meinem Chef Flo ziemlich schnell auf. Er lässt mich dann ab und zu schon mal den Samstag moderieren. Also ganz bewusst einen Tag, wo nicht ganz so viele zuhören. Aber es läuft die meiste Zeit ziemlich gut. Gut, so gut, dass Flo mich noch vor Ende der Ausbildung fragt, ob ich mir vorstellen könnte, in der Morningshow zu moderieren.
25:13
Das ist so im Radio sowas wie die größte Ehre, also wo im Schnitt die meisten Menschen auch zuhören. Und ich sage zu, moderiere danach ein Jahr lang fehlerfrei. Das müsst ihr euch erst mal vorstellen. Ich habe ein Jahr lang jeden Morgen ohne einen einzigen Fehler gemacht. Oh, da kommt gerade eine Nachricht von Mona rein.
25:36
Moment, Jonathan. Was war denn dann da am 24. November 2021?
25:41
Äh, wie?
25:47
Was meinst du?
25:48
Du weißt genau, was ich meine.
25:50
Okay, ja, erwischt. Ich mache so viele Fehler. Meine Güte, also pro Tag bestimmt drei, vier richtig krasse Versprecher. Und einen davon, den Mona angesprochen hat, den vom 24. November 2021 mitten in einer Live-Moderation vor was weiß ich wie viel tausend Menschen passiert das hier.
26:13
Ich lieb's, dass du uns so richtige Homeshopping-Europe-Vibes gegib... Ja, keine Ahnung.
26:23
Einfach die Zunge schneller als das komplette Gehirn. Ich liebe aber auch, wie Mona damit umgeht. Mit diesem Lachen. Am liebsten würde ich es mir als Klingelton einrichten. Oder auch hier, wartet, nochmal so ein bisschen tiefer.
26:39
Ja, großartig. Wie kann man diese Frau nicht lieben? Klingt wie meine Geburt so ein bisschen, oder? Ihr merkt schon, wir haben damals eine großartige Zeit. An der Stelle auch ein fettes Danke an Felina. Sie ist damals auch Teil der Morning Show Crew und besagter Chef Flo, die mir beide ganz, ganz viel zum Thema Radiomoderation und Humor beigebracht haben.
27:00
Doch dann folgt schon das Jahr 2021. Ein Jahr lang Morningshow. Und ich merke, dass das Radio mir zwar viel Spaß macht, dass ich aber doch auch so ein bisschen eingeschränkt bin. Also ein Radiosender, der gibt einem ja schon so ein bisschen vor, was man da so erzählen darf auf der Antenne. Und in dieser Zeit... beginnen Medien groß zu werden. Social Media, also Instagram gibt es ja schon länger. Instagram, wie habe ich denn das gesagt? Instagram gibt es ja schon länger. Aber es kommt gerade TikTok in einer unfassbar rasanten Geschwindigkeit dazu.
27:33
Neuer Content viel schneller, 9 zu 16, also hochkant. Und die ultimative Zukunft, die wird dem Radio wahrscheinlich nicht gehören. Das ist damals schon klar. Es könnte sinnvoll sein, sich also auch auf den anderen Plattformen zu platzieren. Das denke ich mir. Also fange ich an zu posten. Anfangs ist es mir eigentlich ziemlich unangenehm, aber dann fällt mir schnell auf, das ist ja das Gute an Social Media, weil wenn ein Video schlecht ist, dann wird es halt nicht ausgespielt. Also dann sieht es ja auch keiner, was ich da für einen Quatsch mache.
28:04
So vergehen einige Monate. Ich poste fast 100 Videos. Die allermeisten performen aber ziemlich schlecht. Wenig Aufrufe, keine Kommentare. Doch in dieser Zeit... schwöre ich mir eine Sache. Ich werde nicht aufhören zu posten, bis ich eine Art Durchbruch geschafft habe. Also bis ich ein Format finde, das gut ankommt. Weil ich weiß damals, dass ich eigentlich ein ganz witziger, kreativer Typ bin. Und dazu kann ich noch Videos schneiden. Also eigentlich ist das alles, was man für TikTok braucht.
28:37
Also da... Kann ja in dem Sinne wirklich jeder Dinge hochladen. Also poste ich wochenlang weiter. Immer neue Formate, Ideen, Überlegungen. Und dann an einem Abend, wie jedem anderen auch, kein Witz, kommt mir die eigentlich ziemlich absurde Idee, Kinder nachzuspielen. Also vor allem, wie sie miteinander reden. Ich nehme ein Video auf, denke mir nicht viel, dabei ist ja schon das, was weiß ich, 120. Gegen 21 Uhr lade ich es hoch.
29:08
Ich bin ja damals immer noch in der Morningshow, das heißt 21.30 Uhr Licht aus, unter der Woche 5 Uhr morgens aufstehen. Und es war ziemlich genau, ich lasse euch mal ganz kurz mit reinhören, dieses Video hier.
29:19
Einmal hat mein Papa in einem brennenden Baum, in einem brennenden Mülleimer geschlafen.
29:26
Welche Farbe hat euer Auto, Emil? Silber. Silber?
29:31
Silber ist das Langsamste. Stimmt wirklich.
29:36
Als es hochgeladen ist, schmeiß ich mein Handy in die Ecke und gehe schlafen.
29:41
Dieser Hahn hat natürlich hier gar nichts zu suchen, denn ich wohne damals in Berlin, da gibt es keine Tiere außer Ratten. Ich will euch nur damit zeigen, es ist der nächste Morgen, als ich auf mein Handy gucke und meinen Augen nicht traue. Ich habe insgesamt 9500 Benachrichtigungen. Kein Witz. Dabei sind es ungefähr 3000 Kommentare. Es sind 6.500 neue Follower, denn das Video ist komplett viral gegangen. Mehr als eine Million Aufrufe.
30:14
Ich komme nicht klar. Ich werde das nie vergessen, wie ich auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn saß und plötzlich verstanden habe, dass das vielleicht mein Ding ist. Ich denke noch mal kurz darüber nach, dass ich eigentlich mal studiert habe und jetzt mache ich irgendwie Kinder im Internet nach. Aber es macht mir unfassbar viel Laune, auch wenn die Kids in den Videos irgendwie so ein bisschen betrunken wirken. Aber ich gehe es danach wirklich fast schon professionell an, lasse das Radio an der Stelle, sorry an Felina und Mona, so ein bisschen schleifen, bin eigentlich mehr so Gast nur noch in der Morningshow und überlege mir eine Idee nach der anderen.
30:48
Und von diesem Zeitpunkt an überschlagen sich die Ereignisse. Das stimmt wirklich, was ihr da am Ende des Videos gehört habt, geht plötzlich komplett durch die Decke. TikTok persönlich schreibt mir eine E-Mail und fragt mich, ob sie den Spruch auf ihrer Explore-Page nutzen dürfen. Alles ganz schön verrückt. Ich knacke die 200.000, dann die 500.000.
31:12
Follower, plötzlich werde ich auf der Straße erkannt, ich bekomme ein Management, mache Kooperationen mit großen Unternehmen, reise viel durch Deutschland. Es ist eine wahnsinnig verrückte und auch sehr, sehr schnelle Zeit. Ich höre beim Radio auf, Social Media nimmt meine gesamte Zeit ein. So sehr, dass ich sogar Zoe frage, ob sie bei mir anfangen möchte zu arbeiten, weil es gibt viel zu tun, was ich irgendwie nicht mehr gestemmt bekomme. Rechnungen schreiben, E-Mails, Kontakt zum Steuerberater, Postings planen, Captions schreiben und so weiter. Zoe sagt zu und wird schnell zur besten Mitarbeiterin, die man sich überhaupt nur vorstellen kann.
31:46
Dann knacken wir so ein bisschen zusammen die eine Millionen Marke auf TikTok. Ein Ziel, das ich mir ganz, ganz lange gesteckt habe. Doch als es erreicht ist, fühle ich nicht die Glücklichkeit in mir, die ich erhofft hatte, sondern es bahnt sich schon wieder diese Leere an. Diese Lehre, die ich in den Berufen hatte, die mir keinen Spaß gemacht haben. Ich verstehe erst gar nicht, was mit mir los ist. Das war doch mein großer Wunsch, mein großes Ziel. Aber mir fällt schnell auf, dass mir so ein wenig der Sinn fehlt.
32:19
Es sind mittlerweile über 400 Videos, die ich produziert und mit Zoe gemeinsam gepostet habe. Aber irgendwie stört mich, dass ich mit meiner Reichweite nichts Besseres anfange.
32:33
Ein Jahr lang beschäftigen mich erneut die Fragen, was ich eigentlich vom Leben möchte, was ich darstellen will, wie ich der Gesellschaft auch etwas zurückgeben möchte für all das, was mir Positives widerfahren ist. Und das alles, diese Fragen, sie führen mich dann final auf einen Weg, der mich so glücklich macht, wie ich zuletzt in meiner Kindheit gewesen bin. Kapitel 5 Operation Mehrwert Erneuter Zeitsprung.
33:04
Anfang Mai 2024. Es ist wieder mal ein Tag wie jeder andere, aber ich sitze hochkonzentriert an meinem Handy. Ich fülle zahlreiche Felder aus. Geburtsdatum 30.07.93. Account-Kategorie. Moment, Moment. Ah ja, hier. Bildung. Name. Name.
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Name, Name, Name, Name.
33:26
Johnny erklärt, nee. Dieser Wissenstyp, schon vergeben. Wissen, Wissens, Johnny, Wissen, Wissen mit Johnny, Wissen mit Johnny. Ja, doch, das hört sich eigentlich ganz cool an. Ist auch noch frei. Okay, Account erstellt. Aber Moment, kurz eine berechtigte Frage von Emma.
33:49
Hey Johnny, wie kamst du eigentlich auf die Idee, einen Wissenskanal zu machen?
33:53
Emma, ich nenne es damals Operation Mehrwert. Und mein Vorhaben ist leicht erklärt. Ich habe ja schon gesagt, zu diesem Zeitpunkt habe ich über 400 Videos produziert. Die allermeisten hatten den Zweck, Leute zum Lachen zu bringen. Mittlerweile ist Social Media davon aber völlig überflutet. Jeder zweite hat angefangen Videos zu posten. Die allermeisten sind Humor oder Lifestyle. Also denke ich mir im Jahr 2024, Ich möchte ab jetzt nur noch Videos veröffentlichen, die den Menschen wirklich etwas bringen.
34:26
Informationen, Wissen, Hinweise, Ideen, all das soll vermittelt werden. Oder zumindest eine dieser Dinge. So wird von da an fleißig auf den Plattformen, auf den neuen Accounts gepostet.
34:41
Anders als bei meinen ersten TikTok-Videos 2020 gehen die allerersten Dinge, die ich da mache, direkt viral. Schnell vergrößern sich die Wissens-Accounts enorm. Nach nur drei Monaten bin ich schon bei 100.000 Followern auf Instagram und zum Vergleich, für die genau gleiche Anzahl an Menschen, die mir folgen, habe ich mit den Kinder-Accounts fast zwei Jahre gebraucht. Also achtmal so lange und zum perfekten Zeitpunkt kommt an der Stelle hier noch eine Frage von euch.
35:13
Hi Johnny, hier ist Mila. Ich wollte mal fragen, wer hat dir die Idee gegeben, diesen Podcast hier zu führen?
35:20
Ja, liebe Mila, denn hier kann ich mich nur bedanken. Die Idee hattet nämlich ihr. Immer wieder lesen, Zoe und ich, damals noch die einzigen beiden Mitarbeiter im Team, dass ihr euch einen Podcast wünscht. Also mehr Wissen ausführlicher erklärt. Und der Zeitpunkt könnte damals nicht besser passen, denn ich suche da gerade selbst nach einem Podcast. Einem, der irgendwie die wichtigsten Ereignisse der Weltgeschichte in kurz und knapp Zeit Also aber trotzdem irgendwie auch spannend und nicht irgendwie zwei, drei Stunden lang.
35:53
Davon hatte ich so einige gefunden und die sind einfach für mein ADHS-Gehirn nichts. Ich brauche das schnell und dynamisch und am besten noch spannend erzählt. Aber ich finde keinen. Und das in Kombination mit all euren Nachrichten lässt mich dann so das erste Mal den Gedanken fassen, Moment, vielleicht... kann ich das ja irgendwie selbst machen. Auch Zoe bestärkt mich total. Wir recherchieren gemeinsam so ein bisschen Folge Nummer 1. Ich baue einen Piloten, also eine allererste Folge und Gott sei Dank ist die nie online gegangen.
36:23
Ich zeige sie damals meinen Freunden, vor allem auch Jan, der ja sehr medienaffin ist, also sich auskennt und der sagt, Bro, diese Folge hört sich an wie ein TikTok. Also es war so unfassbar schnell. Es gab keine Pausen. Ich habe auch all diese Sachen hier, wenn ich einmal kurz einatme, das habe ich alles rausgeschnitten. Das sollte so richtig schnell, schnell auf Klappe sein, aber irgendwie nicht besonders gut. Also nochmal neu herangesetzt, aus den Dingen gelernt, die mir da gefeedbackt wurden. Und dann war Folge 1 soweit.
36:54
August 2024. Ich weiß noch, wie aufgeregt ich da sitze. Sie ist um 23.59 Uhr an einem Sonntag, natürlich, wann auch sonst, erschienen, aber ich bin damals bis 4 Uhr nachts wach. Ich bekomme kein Auge zu. Immer wieder lege ich mich hin und versuche es und dann kommt auch wieder die Idee, vielleicht hat doch nochmal jemand einen Kommentar geschrieben oder jemand ein Feedback irgendwie dagelassen. Ich...
37:19
sauge alles auf. Das wird alles komplett in mich reingelesen und am nächsten Tag sehe ich, wir sind tatsächlich in den Charts gelandet. Direkt ganz am Anfang und das motiviert mich total weiterzumachen. Das und natürlich all eure lieben Nachrichten und Kommentare direkt von Anfang an. Mit Folge 3 knacken wir dann das erste Mal schon die 10.000 Hörermarke. Jede Woche kommen mehr Freundinnen und Freunde des Wissens dazu. Und dann springen wir einmal an einen Mittwochabend kurz vor Folge 7.
37:52
Als mein Handy plötzlich klingelt. Ja, ich habe Justin Bieber als Klingelton. Ich gehe ran. An der anderen Stelle ist Fritz. Also, ja, habe ich hier schon mal erklärt. Kein Typ namens Fritz, sondern ein Typ namens Tom, der Programmchef. Von Fritz, einem Sender aus der ARD. Ich bin aufgeregt. Er erklärt, dass sie meinen Podcast gehört haben, ihn großartig finden und ob ich mir vorstellen könnte, den gemeinsam mit der ARD rauszubringen.
38:23
Sofort bin ich aus mehreren Gründen komplett aus dem Häuschen. Ich habe bis zu diesem Zeitpunkt nämlich zum Ersten ganz bewusst allen Unternehmen, die irgendwie angefragt haben, ob sie mit Wissen mit Jonny zusammenarbeiten können, entweder im Podcast oder auch auf Social Media, immer abgesagt. Für mich passt einfach keine Joghurt-Werbung zwischen Folgen, die Naturkatastrophen, das geteilte Deutschland oder die unendlichen Weiten des Weltalls thematisieren. Bedeutet aber auch, die ersten vier, fünf Monate verdiene ich mit Wissen mit Johnny kein Geld, muss aber bereits Zoe und dann auch Henry, unseren Videografen, bezahlen.
38:59
Echt einiges an Geld habe ich zu diesem Zeitpunkt bereits in die Accounts investiert und jetzt bietet sich endlich die Chance, das Ganze profitabel zu machen. Denn wenn ich eine Sache in meinem BWL-Studium gelernt habe, Operation Mehrwert, die kann nur dann funktionieren, wenn sie auch Geld einbringt, weil sonst kann ich mir irgendwann einfach die tollen Menschen, die mit mir zusammenarbeiten, nicht mehr leisten. Und deswegen bin ich auch heute immer noch so unfassbar dankbar, dass Fritz, der RBB und auch die ARD so früh das Potenzial erkennen von dem, was wir da machen und uns die Chance geben.
39:35
Dazu kam auch eine Frage extrem oft. Wirklich, also in den letzten Wochen wahrscheinlich eine, die sehr, sehr viel häufiger kam als der Durchschnitt. Ich lese sie euch vor, ich habe dazu keine Sprachnachricht. Unter anderem Sammy D. One oder Leo-König.
39:51
Sie wollten alle wissen, hi Johnny, wie ist das eigentlich mit Fritz? Zahlen die euch irgendwie ein Geld pro Monat oder bezahlen sie die Mitarbeiter oder wie läuft das? Und ich finde es super wichtig, dass wir das einmal transparent besprechen, dass ihr wisst, wie das hier finanziert wird, was ihr wöchentlich hört. Also... Mit Fritz habe ich von Anfang an ein festes Honorar verhandelt. Das heißt, pro Folge bekommen wir, also ich, eine gewisse Summe und mit dieser Summe kann ich dann mein Team bezahlen.
40:23
Also wir sind sowas wie ein Produktionsstudio, was alles übernimmt. Recherche, Schreiben, Produzieren, das Einsprechen, all das machen wir als Team und dafür bekommen wir Geld gestellt. Anfangs war das Honorar noch ziemlich klein, also von dem allerersten Honorar könnte ich das Team heute bei weitem nicht mehr bezahlen, aber zum Glück ist der Podcast gewachsen, damit das Honorar größer geworden, das wir von der ARD bekommen, also das wir vom RBB bekommen und damit natürlich auch die Anzahl der Mitarbeitenden, auch die konnte wachsen.
40:55
Zum Team an sich, also wer mittlerweile dabei ist, komme ich am Ende der Folge nochmal. Für Fritz bzw. die ARD ist das übrigens ein genauso toller Deal. Denn es gibt da etwas, das sich Rundfunkstaatsvertrag nennt. Das ist eine Abmachung zwischen dem deutschen Staat und allen Sendern, die es bei uns im Land gibt. Und innerhalb dieses Rundfunkstaatsvertrag gibt es dann noch eine Sache, die sich Bildungsauftrag... Nein, das ist alles, meine Güte, extrem kompliziert, aber ganz vereinfacht gesagt bedeutet das, die ARD muss mit ihren Angeboten, weil sie wird ja vom Volk finanziert über den Rundfunkbeitrag, mit diesen Angeboten darf sie nicht nur unterhalten, also nicht nur irgendwie Entertainment, Comedy und Co.
41:37
machen, sondern sie muss die Bevölkerung auch informieren, Wissen vermitteln und gesellschaftlich relevante Themen verständlich machen. Und das klingt ja alles schon sehr nach Wissen mit Jonny, also mit dem, was wir auch unbedingt mit den Podcasts und mit den Social Media Videos verfolgen wollen. Und so gehen wir dann also den gemeinsamen Deal ein. Dazu bekommen wir noch von der ARD Anita, die allerbeste Redakteurin der Welt, zur Seite gestellt. Sie schreibt mit mir jede Woche, also wir haben ganz viel Kontakt zu den Folgen, Ich schicke ihr das, was wir recherchiert haben und sie prüft dann, ob wirklich alles stimmt.
42:15
Teils auch dann wieder in einem größeren Team. Also es wird ganz, ganz, ganz viel überprüft. Und an der Stelle noch eine sehr wichtige Sache, die ich auf jeden Fall noch loswerden will. Mit einem Sammam, also... Wie ihr wisst, mein heiliges Wort, da wird nicht gelogen. Die ARD schränkt uns auf keinste Art und Weise ein. Sie verbietet keine Themen. Sie sagt nicht, was wir sagen sollen und was nicht. Es ist alles von Anfang an komplett vollständig. Und das war mir extrem wichtig, weil am Ende steht da immer noch Wissen mit Johnny.
42:46
Also Johnny, das bin ja auch irgendwo ich und irgendwo muss dann auch widergespiegelt sein, was ich denke, fühle und für richtig halte. Deswegen, die ARD hat zwar diesen Neutralitätsauftrag, also ich könnte euch jetzt hier nicht anfangen, Werbung zu meinem Lieblingswasser, meine Lieblingswassermarke zu machen, aber in einem gewissen Rahmen darf ich tun und lassen, was ich möchte, beziehungsweise wir als Team. Anita prüft die Richtigkeit und das ist auch wichtig. Gerade in den heutigen Zeiten extrem wichtig, dass wir diese journalistische Freiheit genießen. So, das alles mal zum Hintergrund.
43:19
Wie gesagt, ab dann beginnt die Zusammenarbeit und somit auch der Moment, wo wir plötzlich Budget bekommen. zur Verfügung haben. Also wo wir so richtig das auch in andere neue Mitarbeitende investieren können. Und ab diesem Zeitpunkt geht alles erneut ganz schön schnell. Ab September 2024 erreichen wir jede Woche neue Rekorde, was die Wiedergaben angehen. Dann fangen immer mehr Menschen bei uns an. Das ist ganz, ganz verrückt. Der nächste Meilenstein Dezember 2024. Wir sind für eine Woche auf Platz 1 der deutschen Trending-Charts bei Spotify.
43:53
Spielen 2025 dann eine in zwei Minuten ausverkaufte Live-Show mit euch. Und dieses Jahr, 2022, gewinnen wir den Deutschen Podcast Award. Mittlerweile haben wir 650.000 Wiedergaben pro Folge im Durchschnitt. An der Stelle übrigens, bitte nicht wundern, ab und zu bekommen wir eine Nachricht. Johnny Panik, die neuesten Folgen haben nur 100.000 oder 200.000 Aufrufe. Wir werden immer schlechter, wir müssen was ändern. Das ist zum Glück fantastisch. falsch, denn merkt euch einfach mal diese Folgenummer und schaut mal, wie viele Aufrufe sie in einem Jahr hat.
44:24
Das ist nämlich das Wunderschöne an unserem Podcast. Die Themen werden nicht alt. Das Ganze nennt man Evergreen, also eine Folge ist auch in einem Jahr noch relevant. Die Informationen, die wir verteilen, sind in 99,99% der Fälle dann immer noch Richtig und aktuell. Das ist natürlich der große Unterschied zum Beispiel zu Podcasts, die vor allem Nachrichten machen. Also keiner hört sich die Nachrichten von vor zwei Jahren an. Das ist logischerweise klar. Deswegen wachsen unsere Folgen immer weiter mit, mit jedem Monat. So ist es so, dass nach einem Jahr die allermeisten Folgen die halbe Millionenmarke geknackt haben.
44:59
Das ist unfassbar krass für uns. Dazu mittlerweile fast 90.005 Sterne Bewertungen bei Spotify.
45:06
Ganz, ganz crazy. Und eigentlich mag ich es überhaupt nicht, wenn man so über die eigenen Erfolge redet, aber das mache ich, weil ich wirklich nicht das Gefühl habe, dass das mein Erfolg ist, sondern unser. Und wenn ich unser sage, dann meine ich zum einen mein Team, zum anderen das der ARD, aber... Vor allem und in allererster Linie euch. Ohne euch Wissensfreunde, ohne eure Liebe, euren Support, eure Nachrichten, eure Mails, eure Kommentare, eure millionenfachen Wiedergaben, wäre das alles so niemals möglich.
45:38
Ich hätte also ohne euch nie den Weg finden können, der mich endlich wieder glücklich macht. Und ich habe es gesagt, so glücklich, wie ich anfangs war, also anfangs des ersten Kapitels, in meiner Kindheit. Dazu passend habe ich noch eine letzte Frage für dieses fünfte Kapitel. Sie kamen ebenfalls unglaublich oft, zum Beispiel von Nico-Maya, von Lorena, Mara und auch von Lucio. Johnny, sind deine Eltern eigentlich stolz auf dich und auf alles, was du so erreicht hast?
46:09
Ich dachte mir, es ist das Schlauste, wenn ich ihnen selbst diese Frage stelle und nicht für sie antworte. Was ich aber vorher noch sagen will, bevor ihr hier ihre Antworten per Sprachnachricht hört, muss ich eine Sache sagen, die mich wirklich auch immer wieder emotional macht. Denn meine Eltern haben, wie wahrscheinlich auch ganz viele von euren, nicht das Glück gehabt, den allerbesten Bezug zu ihren Eltern zu finden.
46:37
Mein Papa kennt seine Mutter nicht. Sein Vater war nie wirklich für ihn da. Meine Mama hat ein ähnliches Schicksal. Ihr Papa ist gestorben, als sie 17 war. Der Draht zu ihrer Mutter ist alles andere als optimal. Und dann habe ich in diesem Jahr herausgefunden, dass weder mein Vater noch meine Mutter jemals in ihrem Leben von ihren Eltern gehört haben, dass diese stolz auf sie sind. Das ist nie gefallen. Nicht ein einziges Mal.
47:07
Und dennoch haben sie mir folgende Sprachnachrichten auf eure Frage geschickt.
47:12
Ich bin unglaublich stolz auf dich. Auf das, was du mit deinem Podcast geschaffen hast, aber noch viel mehr darauf, mit wie viel Herzblut und Leidenschaft du deinen eigenen Weg gehst.
47:21
Oh, ich bin auch so stolz auf dich. Auf deine Empathie, deine Verlässlichkeit, dein Mut und dein Durchhaltevermögen, Jona. Und ganz besonders darauf, dass du mit deiner Arbeit etwas wirklich Wertvolles bewirkst und damit anderen Menschen und der Gemeinschaft etwas zurückgibst.
47:37
Das ist wirklich jedes Mal, wie gesagt, unglaublich emotional, das zu hören. Und es soll uns allen etwas zeigen. Wenn eure Eltern euch sagen, dass sie stolz auf euch sind, dann seid euch bewusst, dass das nicht selbstverständlich ist. Die wenigsten unserer Eltern hatten das Glück, wiederum eigene tolle Eltern zu haben. Und wenn ihr das Glück nicht habt, also noch nicht oft oder vielleicht sogar noch nie gehört habt, dass sie stolz auf euch sind, dann sucht die Schuld nicht bei euch. Vielleicht hatten es eure Eltern auch unglaublich schwer.
48:09
Wie gesagt, die meisten unserer Großeltern oder Urgroßeltern sind im Krieg gewesen. Manche sind geflüchtet, viele davon noch in den 70er, 80ern, manche sogar noch in den letzten Jahren. Für sie ist es damit ein ganz anderes Großwerden. Viele konnten so traurigerweise vielleicht nie den emotionalen Bezug zu echter Liebe und dem Gefühl, stolz zu sein, herstellen. Und daher sehe ich jetzt persönlich als unsere Aufgabe an, das Ganze in dem Sinne besser zu machen. Also unser Gefühl, stolz auf andere zu sein, weiterzugeben.
48:45
Sagt es dem Kumpel, der eine gute Note geschrieben hat, der Schwester, die bald einen neuen Job anfängt. An der Stelle, keine Angst Zoe, ich kündige dich nicht. Gebt eure Liebe, euer Stolzsein weiter an eure Freunde, Familienmitglieder, später vielleicht an eure Kinder, an eure Enkelkinder. Ich bzw. wir hier vom gesamten Team können an der Stelle nur sagen, dass wir extrem stolz auf euch alle sind. Auf diese verrückte Reise, auf eure unfassbar empathievolle, feinfühlige Art und Weise, uns Kommentare und Mails zu schreiben.
49:19
Also wir fühlen uns wirklich euch sehr, sehr, sehr verbunden und auch extrem stolz. Dankbar. Daher wünsche ich mir persönlich, dass wir das hier alles noch viele, viele Jahre so gemeinsam weitermachen. Und es also auch noch ganz, ganz oft heißt, ihr hört Wissen mit Johnny. Was wir aus meiner Geschichte lernen.
49:51
Ja, statt einer Zusammenfassung gibt es das, was ich ganz am Anfang der Folge versprochen habe. Und zwar die sieben Dinge, die ihr vielleicht aus dem von mir erlebten Lebensweg mitnehmen könnt und so vielleicht den ein oder anderen Fehler vermeiden. 1. Finger weg von Saftflaschen, die genauso groß sind wie ihr. Zweitens, Zeit in der Natur war und ist für mich das Meditativste, das man tun kann. Es bringt einen ganz häufig zurück zu sich selbst und auch auf klare Gedanken, was vielleicht die nächsten Schritte im Leben sind.
50:21
Drittens, seid nett zu euren Lehrerinnen und Lehrern. Ihr wisst nie, wer von ihnen vielleicht irgendwann mal euren Podcast hört.
50:28
4. Überlegt euch schon in der Schulzeit, was euch liegt, also wo eure Talente sind, welche Jobs euch Spaß machen könnten. Sprecht mit Erwachsenen, in Anführungszeichen. Fragt sie, was sie tun, was ihre Tätigkeiten sind. Überlegt, könnte das was für mich sein? Seid nicht wie ich und irgendwie mit Kater unter Palmen und dann irgendwie so, ja okay, dann mache ich halt BWL. Überlegt euch das vorher. Fünftens, wenn ihr wie ich dann aber doch mal irgendwie vom richtigen beruflichen Weg abkommt, dann denkt an den Alchemisten.
51:01
Es ist nie zu spät, sein Glück zu finden. Wie gesagt, ich war 27, als ich komplett neu gestartet habe. Also wirklich alles hinter mir gelassen. Theoretisch hätte ich dafür nicht mal Abitur, nicht mal irgendwas gebraucht. Also ich hätte damit 17 anfangen können beim Radio. Ich war zehn Jahre später dran und trotzdem konnte ich so mein Glück finden. Also ganz, ganz wichtig.
51:23
Sechstens, etwas, das ich persönlich viel zu spät gelernt habe, seid nicht so hart zu euren Eltern. Ganz viele der Generationen vor uns und auch dann nochmal extremer die davor, die hatten es einfach nicht leicht, vor allem wenn es um elterliche Liebe und Unterstützung geht. Geht nicht so hart mit euren Eltern ins Gericht und vor allem lasst uns alle versuchen, die Dinge besser zu machen, die manche Generationen vor uns vielleicht versäumt haben.
51:51
Wenn ihr könnt und wenn ihr es fühlt, seid stolz auf die Menschen um euch, auf die, die ihr liebt, auf eure Freunde, auf eure Geschwister, später eure Kids und fühlt es nicht nur, sondern sagt es ihnen auch. Fünf Worte, ich bin stolz auf dich, das ist etwas, das so viel bewirken kann in einem Menschen. Ich glaube, das wissen wir alle, die emotionalen Wunden, die da geheilt werden können. Sagt es den Menschen, seid stolz auf sie. So können wir gemeinsam die Welt zu einem besseren Ort machen, gerade in Zeiten wie diesen, wo Hass und Spaltung unsere Gesellschaft bedrohen.
52:32
Ah, langes Haar heute. Boah, Wissensfreunde, das war wirklich intensiv. Ich fühle mich wie nach 90 Minuten plus Verlängerung Fußball. Ganz, ganz, ganz, ganz komisch, über das eigene Leben zu berichten. Normalerweise habe ich schon nach einer Folge immer ein Gefühl, ob das heute gut oder schlecht war, aber dieses Mal...
52:55
Ich hoffe, es hat euch gefallen. Bitte lasst uns das wirklich super gerne mal in den Kommentaren wissen. Wir lesen, wie gesagt, alles. Ich bekomme so gut wie alles mit und es ist mir ganz, ganz, ganz wichtig, immer ganz nah an dem dran zu sein, was euch bewegt. Deswegen schon mal im Vorhinein vielen, vielen Dank.
53:12
Dafür, dann ihr merkt ja, es ist eine große, lange Special-Folge. Es kamen auch viele, viele Fragen zur letzten Puma vs. Adidas. Aber wir haben uns an der Stelle dazu entschieden, auf die jetzt nicht einzugehen, sondern noch ein bisschen mehr auf eure Sprachnachrichten, die ihr geschickt habt. Weil da kam so viel und ich fände es schade, wenn der Aufwand irgendwie umsonst gewesen wäre. Deswegen geht es ab nächster Woche dann alles wie gewohnt weiter. Jetzt machen wir aber noch eine schnelle, runde Frage-Antwort. Die allererste davon ist von Jakob.
53:44
Wie viele Menschen arbeiten mittlerweile eigentlich im Podcast und was machen die alle so?
53:49
Ah ja, das hatte ich ja noch versprochen. Okay, das wird jetzt nicht schnell, aber einmal will ich ganz kurz erklären, wie sich das hier teammäßig so entwickelt hat. Also vor zwei Jahren, wie gesagt, gab es nur Zoe und mich. Dann kam sehr, sehr schnell Henry dazu, wie gesagt, unser Videograf. Als wir dann angefangen haben, mit Fritz zusammenzuarbeiten, kam die Redakteurin des Jahrhunderts, Anita, mit ins Team. Dann Marie, die recherchiert Inhalte des WhatsApp-Kanals und ist auch verantwortlich für die Zusatzinhalte. Also so Interviewtöne und Geräusche, Musikbetten hier in den Podcast.
54:20
Dann haben wir Jill, hauptverantwortlich für Kommentare, Nachrichten und DMs. Sie checkt wirklich alles, alles, alles, was ihr schreibt und leitet es dann Zoe sowie mir weiter. Wir kriegen das dann auch alles mit. Dann Kiki, der schneidet den Ro-Cut von Wissen mit Jonny und Zoe. Also der muss immer unsere Fehler sich anhören und die rausschmeißen. Mona, die dann die Podcast fertig produziert. also Soundeffekte, Musik und Co. einbaut, der bin ich auch wirklich ganz ganz ganz besonders dankbar. Nicht nur, weil sie ein ganz ganz toller Mensch ist, sondern weil wir ja noch zusammen beim Radio gearbeitet haben.
54:51
Das war die mit der verrückten Lache. Und trotzdem, obwohl sie damals mitbekommen hat, dass ich mich irgendwie so ein bisschen vom Radio abwende und auch nicht der allerbeste Arbeitskollege immer war, hat sie immer zu mir gehalten. Das weiß ich sehr zu schätzen. Dann, wie einige wissen, arbeitet ja auch meine Mama bei uns. Sie recherchiert alle Infos für die Videos auf Social Media. Seit neuestem haben wir dann Luca noch mit am Start, ein zusätzlicher Autor, der immer über die Folgen drüber guckt. Die hier jetzt nicht, weil, naja, was soll er hier bei meinem Leben machen? Aber bei den anderen schaut er immer noch, was man noch so hinzufügen kann.
55:22
Spannende Infos und so weiter. Dann haben wir das ganze restliche Team der ARD. dass sich hier um Prüfung der Inhalte kümmert, also ob alles stimmt. Das sind nochmal vier Leute und das bedeutet, all together sind wir mittlerweile bei 14 Personen angekommen. Und als wäre das noch nicht verrückt genug, in den nächsten zwei Monaten fangen nochmal zwei neue an. Also das ist alles verrückt. Mehr dazu, was die dann machen und warum es ganz wichtig ist, dass wir größer werden, weil wir haben einiges mit euch vor im neuen Jahr. Das verrate ich euch, wenn es soweit ist.
55:54
Ganz schön groß geworden. Und meine Antwort ganz schön lang. Sorry, jetzt geht's schneller. Henry fragt.
55:58
Hey Johnny, auf wie vielen Kontinenten warst du bisher schon?
56:02
Jetzt schnelle Antwort. Ich war auf vier der sieben Kontinente. Nordamerika, Asien, Afrika und in Europa bin ich, glaube ich, auch schon mal gewesen. Im Winter kommt dann das allererste Mal auch Südamerika dazu. Nächste Frage von Moritz.
56:14
Jo Johnny, ich wollte dich nur fragen, wo du dich ungefähr so in zehn Jahren sehen würdest.
56:19
Boah, ich sag ehrlich, am liebsten würde ich auch in 10 Jahren noch den Wissens-Content für und mit euch allen hier machen. Vielleicht dann auf ganz neuen Wegen, vielleicht gibt es dann irgendwelche Chips, die wir im Hinterkopf haben und ich kann live mit euch sprechen und euch erklären, was gerade so in der Welt abgeht. Keine Ahnung, aber ich würde am liebsten immer gemeinsam mit euch das hier weitermachen. Also ich habe keine festen Pläne damit zu machen. aufzuhören. Auch wenn ich schon 33 bin und dazu kam natürlich auch ganz häufig eine Frage unter anderem von Carolin, Leonard, Konstantin und auch von Erik. Johnny, hast du eigentlich eine Freundin oder Frau?
56:52
Und tatsächlich, nein, aktuell nicht. Aber ich merke, So in den letzten Jahren, da war vor allem das Thema Arbeit, ihr habt es ja jetzt in der Folge mitbekommen, die Sinnsuche ein Riesenthema. Das hat mich auch sehr, sehr, sehr beschäftigt und teilweise mental war ich auch nicht so ganz bereit, jemanden kennenzulernen. Aber ich merke, wie ich so in den letzten Wochen immer bereiter wäre. Also ich glaube, wenn mir die richtige Frau jetzt über den Weg laufen würde, dass ich dafür schon so einigermaßen arbeite. Aber vielleicht brauche ich noch ein, zwei Monate.
57:23
Aber dann habe ich das Gefühl, bin ich bereit zu sein. Wobei man entscheidet das ja sowieso nicht. Wenn es bei einem Menschen passt, dann passt es. Witzige nächste Frage ist von Antonia und Clemens.
57:33
Und zwar, ob du jemals eine Zahnspange getragen hast. Wir haben nämlich beide eine. Stimmt wirklich. Vielen Dank, dass ihr den Podcast macht. Für die.
57:43
Alter, oh mein Gott, ich liebe diese Sprachnachricht. Meine Güte, passiert da viel auf 8 Sekunden. Also erstmal, ja, ich hatte eine Zahnspange. Zwei Jahre lang. Döner essen hat brutal genervt. Und wie funny, dass das stimmt wirklich so sehr in euren Köpfen geblieben ist. Das ist wirklich witzig. Wer die Kindervideos übrigens noch sehen will, also noch nie von bestimmt wirklich gehört hat, der sollte mal Wissen mit Jonny auf YouTube eingeben, dann auf die Shorts gehen und ordentlich zurückscrollen. Da kommen dann die alten Videos.
58:13
Nächste Frage ist von zwei Zwillingsschwestern. Sehr spannend. Wir hören rein.
58:17
Hallo Jonny. Hallo Jonny. Hier sind Jonna und Marla. Und unsere Frage ist, wenn du Bundeskanzler wärst, was würdest du machen? Und wie viel würde Döner kosten?
58:27
Auch großartig. Also als Bundeskanzler würde ich, glaube ich, als allererstes mal damit anfangen, ein bisschen respektvoller mit den Menschen zu reden. Genaue politische Vorhaben habe ich jetzt hier nicht im Kopf. Auf jeden Fall deutlich mehr Geld in Schule und Bildung investieren. Und vor allem, ihr kennt ja mein Problem, was ich hatte nach Fuerteventura. Ich würde, glaube ich, versuchen, irgendein Angebot ins Leben zu rufen, das Jugendliche noch ein bisschen mehr an die Hand nimmt, zu finden, was sie wirklich im Leben wollen. Weil ich glaube, wir alle würden... brutal davon profitieren, wenn jeder sein Glück findet. Also das wäre dann einfach eine sehr, sehr viel glücklichere Gesellschaft.
59:01
Und ich sage euch ehrlich, Dönerpreise, da würde ich es glaube ich so handhaben, wie beispielsweise in der Schweiz geblitzt wird. Da zahlt man mehr, wenn man mehr Geld hat. Und genauso würde ich es auch mit Dönerpreisen machen. Also generell, dass Menschen, die ein hohes Einkommen haben, ein bisschen mehr bezahlen und Menschen, die weniger haben, die sollen auch nicht so viel für einen Döner bezahlen. Passend zum stimmt wirklich noch eine Frage vom gleichnamigen jungen Mann und zwar von Linus.
59:25
Was ist so die Folge oder das Thema, das dich im Nachhinein noch am meisten beschäftigt hat auf positive oder negative Art und Weise, also wo du noch am meisten drüber nachgedacht hast, auch während und nach der Recherche?
59:38
Boah, und das ist echt schwer zu beantworten. Aber ich glaube, die drei Folgen zum Zweiten Weltkrieg. Einfach, weil ich da auch ganz viel Neues von meiner Oma erfahren konnte. Ganz viele Sachen, die ich noch nicht wusste. Wie sie zu Kriegsende als kleines Mädchen nach Dänemark geflüchtet ist beispielsweise. Oder wie da mal ein feindliches Flugzeug ganz knapp über sie hinwegfliegt und sie irgendwie trotzdem keine Angst hat. Also sie hat mir das alles... ganz, ganz krass intensiv geschildert. Das war ja auch ihre Kindheit. Also sie hat ihre Kindheit auf der Flucht und auf der immer anhaltenden Suche nach was zu essen verbracht.
60:11
Es ist ganz fürchterlich, wenn man vorstellt und vor allem, wenn ich mir das vorstelle, ihr habt ja jetzt mitbekommen, wie glücklich ich in meiner Kindheit gewesen bin. Und an der Stelle daher nochmal der Reminder, Nicht jeder von uns hat das Glück, in sicheren Zeiten aufzuwachsen. Also na klar, man kann jetzt streiten, ob alles bei uns sicher ist, aber ich glaube, wir haben ganz andere Voraussetzungen als damals zum Beispiel während des Zweiten Weltkriegs. Deswegen nochmal der Reminder, dieses Stolzsein und dieses Liebeempfinden und weitergeben und offen kommunizieren. Manche hatten einfach nicht das Glück, das lernen zu dürfen.
60:43
Also lasst es uns besser machen.
60:46
So, jetzt noch zwei schnelle Fragen. Die erste ist von einem ganz, ganz, ganz besonderen Team und das stellt sich hier jetzt einfach mal selber vor.
60:53
Hallo Johnny!
60:54
Hallo Johnny! Hier ist dein Discord-Mod Team. Vielen Dank, dass du uns alles möglich gemacht hast. Und natürlich ganz großes Dankeschön an dein ganzes Team und die ARD.
61:04
Unsere erste Frage ist, was hätte der heutige Johnny dem Johnny von damals als Ratschlag oder Tipp vor der ersten Aufnahme gesagt?
61:12
Ganz liebe Grüße von Team und den ganzen Server an dich, Zoe, dein Team und die ARD.
61:16
Tschüss!
61:18
Tschüss! Und für weniger Wissen, ein Folgging.
61:21
Meine Güte, seid ihr cute. Das kann ich echt nicht anders sagen. Also einmal kurz zur Erklärung. Wir haben ja auch einen Discord-Server. Findet ihr immer einen Link zu in den Shownotes. Da könnt ihr euch alle als Community miteinander vernetzen, miteinander schreiben. Da gibt es Hausaufgabenhilfe und so weiter. Und das Team, was ihr da gerade gehört habt, das waren am Anfang auch einfach nur ganz normale Mitglieder.
61:42
Wie nennt man das? Einfach ganz normal Menschen, die in dem Kanal waren, um da so ein bisschen Freunde zu finden, rumzuschreiben und so weiter. Ich habe dann gemerkt, dass ein paar von denen wirklich ganz besonders sympathisch, intelligent und nett sind und ich habe mir überlegt, Das werden die Moderatoren, also die aufpassen, dass auf dem Server alles rund läuft, wenn ich nicht da bin. Also die meiste Zeit bin ich leider nicht da, weil ich so viele andere Dinge zu tun habe. Das sind ganz, ganz feine Menschen, deswegen ein riesen Dankeschön ans gesamte Team. Und ich kann leider aus Zeitgründen nur eine der drei Fragen, die sie eigentlich gestellt haben, hier schnell beantworten.
62:15
Den Tipp, den ich mir selbst geben würde, also meinem Selbst vor zwei Jahren, ist Bro, du musst nicht alles so dramatisch sprechen. Erinnert ihr euch an die ersten Folgen?
62:26
Wo ich alles ungefähr so moderiert habe. 1984.
62:32
Eine Spülmaschine spült gerade Geschirr.
62:36
Was auch immer da in mir los war, warum ich dachte, das muss alles so klingen. So klingen Podcasts. Das war irgendwie in meinem Kopf. Zum Glück habe ich das dann irgendwann gelernt. Und die letzte Frage, die fand ich auch ganz besonders cute. Die ist von Lara.
62:49
Hallo Johnny, ich bin die Lara. Ich würde gerne wissen, welche deine Lieblingsfolge von allen war?
62:55
Danke, Lara. Meine Lieblingsfolge ist ebenfalls sehr schwer zu sagen. Irgendwie denke ich immer mal wieder zurück und sage, boah, die Folge, die war krass. Zum Beispiel das Stauffenberg-Attentat oder der Fall der Berliner Mauer, aber auch teilweise so Folgen rund um Kriege. Nord-Südkorea, Jugoslawien, alles so, wo ich so Dinge gelernt habe, die ich vorher einfach in der Intensität nicht wusste. Und ihr kennt mich mittlerweile alles zum Weltraum. Boah, das lässt mich niemals los. habe ich passend dazu auch nochmal ein Thema in die Abstimmung gepackt.
63:26
Und da kommen wir jetzt auch hin. Denn jetzt sind wir am Ende dieser Special-Folge angekommen. Boah, ich glaube, ich saß lange nicht mehr so lang an etwas. Also sowohl am Schreiben, auch am Recherchieren. Also ich habe am Anfang erstmal ganz, ganz, ganz viele Sachen rausgesucht. Dann habe ich ganz viele Menschen in meinem Umfeld genervt und gesagt, kannst du mir bitte eine Sprachnachricht schicken für die neue Folge?
63:50
Das hat alles aber auch ganz viel Spaß gemacht. Und ich hoffe, euch auch. Wie gesagt, schreibt es sehr, sehr, sehr gern mal in die Kommentare. An der Stelle ein fettes, fettes Dankeschön nochmal an Jill, die sich alle eure Sprachnachrichten angehört, die gespeichert, beschriftet und mir vorbereitet hat, sodass ich es einfacher hatte, sie in die Folge einzubauen. Das ist wirklich krass und ich habe es hier in dem Podcast noch nie getan, aber jetzt in Folge 100 muss ich es einmal machen. Und zwar Danke sagen den wichtigsten Personen in meinem Leben, also denen, mit denen ich am meisten zu tun habe.
64:22
Also allen voran nochmal Danke an Mama und Papa für alles, was ihr mir ermöglicht habt. Natürlich an die beste Schwester und Mitarbeiterin der Welt. Zoe, ich weiß nicht, was ich ohne dich tun würde. Dann ihren wunderbaren Mann Miko, habt ihr vielleicht mitbekommen, seit zwei Wochen ist Zoe verheiratet. Dann an Diddy und Jakob, meine drei besten Freunde Daniel, Jan und Freddy. An den Rest vom Social Saturday, an meine Oma, an Alex, an meine... Also meine Oma ist nicht Alex, das sind zwei verschiedene... An meine besten Freunde aus der Schulzeit. Hilal, Harun, Ahmed, Rajat, Hamza, Faisal, Andi.
64:53
An mein gesamtes Team, das ich eben schon einmal vorgestellt habe. An das gesamte Team der ARD. Und nochmal und ganz sicher nicht zum letzten Mal. Danke an euch. Ihr habt mir etwas zurückgegeben, das ich so ein bisschen für immer für verloren geglaubt hatte. Diesen Lebenssinn, dieses... Ich mache etwas, was mir Spaß macht und das vielen Menschen auch etwas nützt. Dafür bin ich unglaublich dankbar. Sorry an alle, deren Fragen es nicht in die Folge geschafft haben. Ich glaube, dann werden wir hier bei drei, vier Stunden gelandet.
65:23
Aber bitte schickt sie weiter. Irgendwann kommt ganz sicher jeder und jede mal hier in einer Folge vor. So, das war es jetzt wirklich mit dem 100er Special. Ich freue mich schon auf Folge 200. Vorher gibt es noch ein paar andere Themen, zum Beispiel diese sechs hier als Option für Folge 101.
65:41
Als erstes erneut der Kontergan-Skandal. Der ist ja auf Platz 2 gelandet bei Folge, warte mal, 99? Ne, 98. So, sowas. Muss ich nicht nochmal erklären. Als zweites, wer war Hannibal? Unfassbar spannende Geschichte. Ist ein Feldherr, der irgendwie eine Lösung finden musste, um Rom zu überfallen. Und er kommt auf eine sehr, sehr kreative Lösung, mit der keiner rechnet. Als drittes die Entdeckung des Feuers, muss ich nicht erklären, genauso wie Thema Nummer 4, der Klimawandel. Als fünftes haben wir dann die gefährlichsten Orte der Welt.
66:12
Wir könnten mal durchgehen, wo es auf der Erde nur was Natur angeht, also mal Kriminalität außen vor gelassen, nur was die Natur betrifft, wo sind die extremsten Plätze der Erde, wo man besonders aufpassen muss. Und als letztes, ich habe es gerade schon angekündigt, der Mars. Alles, was wir über unseren roten Nachbarplaneten wissen, warum er für die Raumfahrt so interessant ist und was für Pläne es zum Mars gibt. Das sind die Optionen. Ich würde jetzt sofort am liebsten mit allen sechs Themen loslegen.
66:42
Also ich freue mich auf eure Wahl. Wir freuen uns auf eure Wahl. Sind so, so dankbar. Ich habe es jetzt tausendmal gesagt, dass es euch gibt, dass wir das ja alle gemeinsam machen.
66:52
Ganz, ganz, ganz viel Liebe an euch alle. Wir sind sehr stolz auf euch. Nicht vergessen, das unbedingt im Umfeld zu teilen. Vielleicht schreibt ihr es jetzt, wenn die Folge fertig ist. Mal irgendeine Person in eurem Leben. Und dann hören wir uns nächsten Sonntag wieder. Wie gesagt, viel Liebe und für weniger Wissen entfolgt uns.
67:12
Fritz ist eine Produktion des rbb.